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Schreckensszenen bei der traditionellen Stierhatz in Pamplona: Bei einem Massensturz von Läufern und Stieren sind in der nordspanischen Stadt am Samstag mehr als 20 Menschen verletzt worden, vier davon schwer. Ein junger Mann schwebte in Lebensgefahr.

Am Eingangstor zur Stierkampfarena waren vor der Ankunft der Kampfstiere nach Schätzung von Augenzeugen etwa 150 bis 200 Menschen übereinander gestürzt. Offensichtlich hatten zu viele Leute versucht, im letzten Augenblick in die Arena zu laufen.

Der Einlasstunnel unterhalb der Tribüne wurde so zu einer gefährlichen Falle. Die Stiere, die in die Arena getrieben werden sollten, rannten in die Menschenmenge. Für einige dramatische Sekunden bildete sich ein Knäuel von Menschen und Tieren.

Glücklicherweise betrachteten die Kampfstiere die auf dem Boden liegenden Leute nicht als Gegner und schlugen nicht mit den spitzen Hörnern um sich. Die Tiere waren offensichtlich nur darauf bedacht, sich ihren Weg nach vorn zu bahnen.

Ein Angestellter hatte die rettende Idee, ein Seitentor zu öffnen. Auf diese Weise gelangten die Stiere durch einen Gang unterhalb der Publikumsränge in das Rund der Arena. Dadurch wurde nach Ansicht von Fernsehkommentatoren eine mögliche Tragödie verhindert. Nach Angaben der Rettungsdienste wurden 21 Menschen in Spitäler gebracht. Viele von ihnen hatten beim Massensturz Quetschungen erlitten. Ein 19-jähriger Baske schwebte in Lebensgefahr.

Zu grosser Andrang

Der Zwischenfall wurde darauf zurückgeführt, dass wegen des Wochenendes der Andrang beim Stiertreiben zu gross war. Beim traditionellen Fest zu Ehren des Schutzheiligen der nordspanischen Region Navarra werden in Pamplona gut eine Woche lang an jedem Morgen Kampfstiere in die Arena getrieben, in der am Abend Stierkämpfe stattfinden.

Hunderte von Menschen laufen über die 825 Meter lange Strecke durch die Altstadt vor den Stieren her. Bei Mutproben werden jedes Jahr Dutzende Läufer verletzt. Die diesjährigen Stiertreiben gehen an diesem Sonntag zu Ende.

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SDA-ATS