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Nach dem schweren Erdbeben in der pakistanischen Provinz Belutschistan haben Rettungskräfte am Mittwoch zahlreiche weitere Opfer geborgen. Nach Behördenangaben wurden beim Beben der Stärke 7,7 mindestens 328 Menschen getötet und über 450 verletzt.

Die Behörden rechneten mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen. Das Beben am Dienstag hatte ganze Dörfer zerstört. Die Behörden sprachen von grossen Problemen bei der Versorgung von Verletzten.

"Es gibt in den örtlichen Spitälern keinen Platz, wo wir die Verletzten behandeln können", sagte der Sprecher der Provinzregierung, Jan Muhammad Buledi. "Wir wollen versuchen, die Schwerverletzten per Helikopter nach Karachi zu bringen und die anderen in die Nachbarbezirke."

300'000 Menschen in sechs Bezirken seien vom Beben betroffen, sagte der Sprecher weiter. Es gebe noch viele Verschüttete unter den Trümmern.

Die Armee unterstützte die Rettungskräfte mit rund 100 Ärzten und 1000 Soldaten sowie mit Helikoptern. In dem am stärksten zerstörten Dorf Tarteej errichtete das Militär ein Feldlazarett.

Besonders betroffen war der Bezirk um die Stadt Awaran, wo das Epizentrum lag. Ein ranghohes Mitglied der Bezirksverwaltung, Abdul Rasheed Baluch, sagte, etwa 90 Prozent der Häuser in der Gegend seien zerstört worden. Die Rettungsarbeiten seien die ganze Nacht über fortgesetzt worden.

Hilfstrupps von Aufständischen angegriffen

Die Hilfsorganisation Caritas erklärte im deutschen Freiburg, nach Angaben von Mitarbeitern im Bezirk Awaran würden für die Erdbebenopfer dringend Zelte, Lebensmittel, Wasser und Medikamente benötigt.

Da in der Gegend Aufständische gegen die pakistanische Regierung kämpfen, bereite die Sicherheitslage den Mitarbeitern Sorge, fügte die Organisation hinzu. Erste Hilfstrupps der Armee seien am Dienstag von Aufständischen angegriffen worden.

In Belutschistan liegen Stammesgebiete, die als Rückzugsort für islamische Extremisten gelten. Der Bezirk Awaran ist ein sehr armer Landstrich mit rund 300'000 Einwohnern. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS folgten auf das Beben vom Dienstag rund ein dutzend Nachbeben.

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SDA-ATS