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Lyon - Bei einer Grossrazzia wegen illegaler Wetten während der Fussball-Weltmeisterschaft sind in Asien mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Die Verdächtigen gingen der Polizei in China, Hongkong, Macau, Malaysia, Singapur und Thailand ins Netz.
Das teilte die internationale Polizeibehörde Interpol am Freitag mit. Mehr als 800 illegale Wettbüros wurden nach Angaben der in Lyon ansässigen Behörde durchsucht. In den Büros wurden demnach rund 153 Millionen Dollar bei Wetten umgeschlagen.
Bei der einen Monat andauernden Operation wurden zehn Millionen Dollar in bar sowie Autos, Bankkarten, Computer und Mobiltelefone beschlagnahmt. Die Razzia wegen der Fussball-WM in Südafrika folgte zwei früheren Operationen gegen illegale Wettbüros.
Insgesamt wurden einschliesslich der letzten Operation laut Interpol fast 7000 Verdächtige festgenommen. Dabei seien hunderte Wettbüros geschlossen worden, die Wetten in einem Volumen von mehr als zwei Milliarden Dollar abgewickelt hätten.
Die Wettbüros bekamen ihre Aufträge der Polizei zufolge vor allem Online oder per Telefon. Illegale Büros bieten oft bessere Gewinnraten und einfachere Kreditkonditionen an, im Falle einer Nichtbezahlung können aber auch gewaltsame Vergeltungsmassnahmen folgen.
Bedingungen völlig unterschiedlichDie Bedingungen für legale Wetten sind weltweit höchst unterschiedlich. So wurde in Frankreich erstmals zur Weltmeisterschaft auch Internetwetten zugelassen.
In Teilen Asiens hingegen sind Sportwetten verboten, auch wenn weitverzweigte Untergrundgeschäfte getätigt werden. So wurden Sportwetten in Malaysia trotz der Proteste von Islamisten erst im vergangenen Monat legalisiert, allerdings waren die Lizenzen dazu nicht rechtzeitig zur Weltmeisterschaft vergeben.
Das Wettgeschäft ist laut Interpol mit der organisierten Kriminalität verknüpft und damit auch mit Korruption, Geldwäsche und Prostitution.

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SDA-ATS