Bei Klima-Protesten in London sind mehr als hundert Demonstranten festgenommen worden. Bis Dienstagmorgen wurden 113 Menschen in Gewahrsam genommen, wie die britische Polizei mitteilte.

Aktivisten der Klimainitiative Extinction Rebellion hatten zum Auftakt einer weltweiten Protestwoche am Montag die Waterloo-Brücke und mehrere Kreuzungen im Zentrum der britischen Hauptstadt blockiert. Mehr als tausend Menschen beteiligten sich an den Protesten.

Am Dienstag gab es weitere Sitzblockaden auf der Waterloo-Brücke, am Oxford Circus und am Marble Arch. Auf der Brücke stellten die Aktivisten Bäume in Töpfen auf und ketteten sich mit Veloschlössern fest.

Festnahmen gab es auch an der Londoner Zentrale des britisch-niederländischen Ölkonzerns Royal Dutch Shell. Nach Polizeiangaben wurden drei Männer und zwei Frauen festgenommen, die die Fassade des Gebäudes beschmiert und ein Fenster eingeworfen haben sollen.

Am Montagabend hatten die Aktivisten am Londoner Hyde Park ein Protestcamp aufgebaut, um weitere Aktionen vorzubereiten. Die Polizei forderte die Demonstranten auf, ihre Aktionen auf den Marble Arch am Hyde Park zu beschränken, wo Oxford Street und Park Lane aufeinandertreffen.

So sollen nach dem Willen der Polizei weitere "schwere Störungen" verhindert werden. Ein Sprecher von Extinction Rebellion kündigte aber an, die Blockaden so lange fortzusetzen, "bis die Regierung uns zuhört".

Die Gruppe Extinction Rebellion wurde im vergangenen Jahr von britischen Wissenschaftlern gegründet. Sie fordert von der Regierung, einen Klima-Notstand auszurufen, die Emissionen von Treibhausgasen bis 2025 auf Null zu senken und Bürgerversammlungen zu Klima- und Umweltthemen einzuberufen.

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