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Der Kanton Luzern will seinen Beitrag an die Kulturförderung um 2,4 auf über 23 Mio. Franken erhöhen. Die Stadt Luzern wird dadurch um 1 Mio. Franken pro Jahr entlastet - beabsichtigt ist indessen, dieses Geld wieder in die Kultur zu reinvestieren.

Kanton und Stadt Luzern haben am Montag eine gemeinsame Strategie für den Kulturstandort Luzern vorgelegt. Sie betrifft die Finanzierung der grossen Kulturbetriebe, Perspektiven fürs Theater, Festivalförderung und Kulturförderung ausserhalb der grossen Institutionen

Laut Regierungsrat Reto Wyss hat der Planungsbericht drei Schwerpunkte: Aufbau von vier regionalen Förderfonds für die Kultur mit Beteiligung der Gemeinden, Finanzierung der grossen Kulturbetriebe in der Stadt Luzern sowie eine neue Infrastruktur für das Theater.

Letztere hat wieder Auftrieb, nachdem auf den Bermudas kürzlich ein für Luzern positives Urteil zur Salle Modulable gefällt wurde. Die Chance, dass Luzern die Schenkung von 120 Mio. Franken für ein multifunktionales Haus für Musik und Theater erhält, sind wieder grösser. Bei der Vision "Theater Werk Luzern" geht es indessen nicht nur um eine neue Infrastruktur, sondern auch um eine gemeinsame Perspektive für Luzerner Theater sowie die freie Theater- und Tanzszene.

Gemeinsame Unterstützung für KKL

Neben dem Luzerner Theater, dem Kunstmuseum und dem Luzerner Sinfonie Orchester (LSO) wollen Kanton und Stadt über den Zweckverband Grosse Kulturbetriebe neu auch das Verkehrshaus, das Lucerne Festival und allenfalls das Museum Rosengart finanzieren.

Zudem leisten Kanton und Stadt gemeinsame Beiträge zur Substanzerhaltung des KKL für die nächsten 15 Jahren; jährlich bezahlen der Kanton 0,5 Mio. und die Stadt 4,1 Mio. Franken. Dazu kommen als einmalige Zahlung für die langfristige Werterhaltung je 2,5 Mio. Franken.

Die Mehrkosten des Kantons für die Kulturförderung von 2,4 Mio. Franken sollen mit einer Erhöhung des Anteils der Lotteriemittel ausgeglichen werden. Allerdings muss das Geld an andernorts eingespart werden.

Die Massnahmen des Kantons entlasten die Stadt Luzern jährlich um rund 1 Mio. Franken. Laut Stadträtin Ursula Stämmer-Horst soll das eingesparte Geld aber wieder in die Kultur reinvestiert werden. Geplant sind unter anderem eine Stärkung der freien Szene und die Weiterentwicklung der Unterstützung für die grossen Kulturinstitutionen. Für 2016 etwa rechnet die Stadt mit Kulturausgaben in der Höhe von 18,1 Mio. Franken.

Kantons- und Stadtparlament werden den Planungsbericht der Regierung und die Kultur-Agenda des Stadtrates in diesem Jahr beraten.

SDA-ATS