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Gute Nachrichten hat das Bundesamt für Kultur (BAK) auf den Solothurner Filmtagen verkündet: Filmfestivals erhalten mehr Geld, die Filmakademie bekommt Autonomie bei der Vergabe der Filmpreise und Kinos werden bei der Umrüstung auf Digital unterstützt.

Unter den frohen Botschaften war indes auch ein Misston zu vernehmen: Ausgerechnet das Schweizer Filmfestival, das sich seit der letzten Subventions-Verteilung 2007 am stärksten entwickelt hat, profitiert am wenigsten von der Spendierfreude des Bundes.

Das Zurich Film Festival (ZFF) erhält weiterhin 50'000 Franken, während die anderen sechs geförderten Festivals 100'000 bis 1,45 Millionen Franken bekommen.

Das "erstaunt und enttäuscht" ZFF-Geschäftsführerin Nadja Schildknecht, wie sie der SDA mitteilen liess. Die Besucherzahl am ZFF habe sich seit der letzten Subventions-Bewerbung fast verdreifacht. Auch die Anzahl Weltpremieren und das Renommée seien beträchtlich gestiegen.

Flaggschiff Locarno

Grosszügig dagegen wird das Festival del film von Locarno bedacht. Es erhält neu jährlich 1,45 statt "nur" 1,35 Millionen Franken. Marco Solari, Präsident des Festivals, sieht darin auch ein "politisch wichtiges Zeichen an die italienischsprachige Schweiz".

Das bekräftigte am Freitag BAK-Direktor Jean-Frédéric Jauslin. Locarno erhalte den zusätzlichen Zustupf von 100'000 Franken aus "taktischen, politischen und strategischen Gründen". Locarno müsse international konkurrenzfähig sein und in der Liga der A-Festivals mitspielen, begründete er die Erhöhung.

Bei den anderen Festivals, die mehr bekommen, waren Programm und Organisation, Sichtbarkeit, Tradition und Originalität ausschlaggebend.

Das International Fantastic Filmfestival (NIFF) in Neuenburg, das Internationale Animationsfilmfestival Fantoche in Baden sowie die Internationalen Kurzfilmtage Winterthur erfüllten diese Kriterien laut den vom BAK beauftragten Experten am besten. Sie erhalten 60 bis 100 Prozent (45'000 bis 50'000 Franken) mehr Bundesgelder.

Rettung für kleine Kinos

Auch den kleinen Kinobetreibern macht das BAK eine grosse Freude. Viele sahen ihre Existenz bedroht, weil sie sich die teure Umrüstung auf digitale Filme nicht leisten können. Neu greift das Eidgenössische Departement des Innern ihnen unter die Arme.

Bis zu insgesamt neun Millionen Franken stellt es in den nächsten sechs Jahren für die Umrüstung zur Verfügung. Damit sollen jährlich 100 bis 120 Kinosäle digitalisiert werden können.

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SDA-ATS