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Bei erneuten Razzien gegen die Mafia im süditalienischen Kalabrien sind ein Bürgermeister, drei seiner Stellvertreter sowie zwei Kommunalpolitiker der Partei von Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi festgenommen worden.

Bei einem Einsatz gegen den Mafia-Clan Mazzaferro in Marina die Gioiosa Ionica seien am Dienstag insgesamt rund 40 Verdächtige festgenommen worden, teilten die Sicherheitsbehörden mit. Zu ihnen zählten der dortige Bürgermeister Rocco Fermia sowie drei seiner Stellvertreter.

Fermia soll bei seiner Wahl im April 2009 vom kalabrischen Mafia-Clan 'Ndrangheta unterstützt worden sein. Er habe diesem Clan als Bürgermeister zu zahlreichen öffentlichen Aufträgen, insbesondere für Infrastrukturprojekte, verholfen, erklärten die Behörden.

Bei dem Einsatz wurde den Angaben zufolge auch ein Polizist festgenommen, der den Mazzaferro-Clan über Ermittlungen informiert haben soll.

Eine weitere Razzia in Neapel richtete sich gegen den Camorra-Clan Polverino. Den dort etwa 40 festgenommenen Verdächtigen werden unter anderem Mitgliedschaft in einer mafiösen Vereinigung, Mordversuch, Erpressung, Drogenhandel, illegaler Waffenbesitz und Geldwäsche zur Last gelegt.

Bei zwei der Festgenommenen handelte es sich nach Behördenangaben um Kandidaten von Berlusconis Partei Volk der Freiheit, die bei der bevorstehenden Kommunalwahl in Quarto nahe Neapel antreten wollten. Einer der beiden soll einer der Anführer des Clans sein, der andere sei der Cousin von Clanchef Salvatore Liccardi.

An den Ermittlungen, die zu dem Einsatz führten, hatten sich auch Ermittler in Spanien beteiligt. Der Clan soll einen umfangreichen Drogenhandel von Spanien nach Italien betrieben haben. Bereits am Montag war der italienischen Polizei ein Schlag gegen den Casalesi-Clan gelungen, den mächtigsten und gewalttätigsten Clans der Camorra.

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SDA-ATS