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Nach Jahren des Abbaus hat die Schweizer Industrie letztes Jahr netto wieder Jobs geschaffen. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) hat 2017 nach Jahren der Talfahrt wieder Stellen geschaffen. Trotz einer nach wie vor schwierigen Ertragslage stieg die Zahl der Beschäftigten um 4500 auf 322'100.

Gemäss dem Branchenverband Swissmem wurden in den zwei Vorjahren noch 12'600 Stellen gestrichen. Mit einem Plus von 9,4 Prozent zeigten letztes Jahr auch die Umsätze nach oben. Die Auftragseingänge wiederum legten 7,5 Prozent zu gegenüber dem Vorjahr, wie Swissmem am Donnerstag mitteilte.

Im vierten Quartal beschleunigte sich die Bestellungszunahme gar auf 29,4 Prozent. "Insgesamt präsentiert sich die Lage der Schweizer MEM-Industrie so gut wie schon lange nicht mehr", heisst es in einer Mitteilung. Die Kapazitätsauslastung betrug im Januar im Schnitt 90,6 Prozent, deutlich über dem langjährigen Mittel von 86,4 Prozent.

Aufwärts gehe es sowohl für Grosskonzerne als auch für KMU. Grund für Euphorie sieht Swissmem aber nicht. Gemäss Umfrage vom Januar ist die Ertragslage bei 44 Prozent (Vorjahr: 51 Prozent) der MEM-Firmen nach wie vor ungenügend. Davon befanden sich 15 Prozent der Firmen auf Stufe Betriebsgewinn (Ebit) in der Verlustzone.

Die Umfrageergebnisse zeigten, dass ein paar Monate Aufschwung nicht ausreichten, um die teils massiven Margen- und Substanzverlust der vergangenen Jahre auszugleichen, heisst es weiter. Die MEM-Industrie brauche nun eine längere Wachstumsphase mit deutlich besseren Margen, um in die Zukunft zu investieren.

Kampfansage an SVP-Initiative

Swissmem betonte die Bedeutung des EU-Marktes für die Exporte. Trotz geografischer Diversifizierung und starken Frankens ist der Exportanteil in die EU seit 2015 von 57,7 auf 59,6 Prozent angestiegen. Die Ausfuhren in die USA (plus 7,4 Prozent) legten 2017 zwar stärker zu als in die EU (plus 5,9 Prozent). Aber absolut exportierte die Branche das Vierfache der US-Ausführen in die EU.

Um die Beziehungen zur EU auf eine neue, langfristige Basis zu stellen, befürworte Swissmem deshalb ein Rahmenabkommen mit der EU. "Aus demselben Grund wird die Swissmem die "Kündigungsinitiative" der SVP vehement bekämpfen", heisst es. Diese stelle den heute nahezu diskriminierungsfreien Zugang zum Europäischen Binnenmarkt unnötig in Frage.

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SDA-ATS