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Auch die Wiederholung der Präsidentschaftswahl in Kenia war von Gewalt begleitet: Im Kawangware Slum bei Nairobi umzingeln Polizisten einen Anhänger der Opposition. Aber auch die Regierungsgegner gingen gewaltsam gegen die Sicherheitskräfte vor.

KEYSTONE/EPA/DAI KUROKAWA

(sda-ats)

Rund um die Wahlwiederholung in Kenia sind Menschenrechtlern zufolge zwölf Menschen getötet worden. Viele von ihnen seien an den Folgen von Polizeigewalt ums Leben gekommen, sagte die Leiterin der Kenianischen Kommission für Menschenrechte (KNCHR), Kagwiria Mbogori.

Zudem seien etwa 60 Menschen verletzt worden, sagte sie am Freitag. Die Polizei sprach von acht Toten. Die Opposition hatte die Wahl in der vergangenen Woche boykottiert. In einigen Teilen von Nairobi und im Westen des Landes kam es zu Protesten und Blockaden von Wahllokalen.

Insgesamt sind den Menschenrechtlern zufolge sind im Verlauf der beiden Präsidentenwahlen 54 Menschen getötet worden. Die Menschenrechtler verurteilten die "unverhältnismässige Gewalt der Polizei", die unter anderem Tränengas in Häusern und Schulen eingesetzt habe. Mbogori kritisierte aber auch das Verhalten der Demonstranten, die demnach unter anderem mit Steinen warfen, Reifen auf Strassen anzündeten, plünderten und Eigentum zerstörten.

Nachdem das Oberste Gericht in Kenia nach Antrag des Oppositionsführers Raila Odinga die erste Präsidentenwahl vom August annulliert hatte, wählten die Kenianer vergangene Woche einen neuen Staatschef.

Amtsinhaber Uhuru Kenyatta gewann die Abstimmung mit mehr als 98 Prozent, allerdings lag die Wahlbeteiligung der Wahlkommission zufolge nur bei 39 Prozent. Odinga hatte im Vorfeld zum Boykott aufgerufen, nachdem die Wahlkommission aus seiner Sicht nicht die nötigen Reformen einleitete, um eine faire Wahl zu garantieren.

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SDA-ATS