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Der Zusammenstoss zwischen einem Segel- und einem Motorflugzeug 2013 im Luftraum ob Auenstein AG ist auf menschliches Versagen zurückzuführen. Gemäss der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) haben die Besatzungen den Luftraum zu wenig aktiv überwacht.

Dazu kamen gemäss dem am Mittwoch veröffentlichten Schlussbericht technische Unzulänglichkeiten. Auf der einen Seite war das Motorflugzeug nicht mit einem Kollisionswarnsystem ausgerüstet. Auf der anderen Seite konnte das Segelflugzeug die Transpondersignale des Motorflugzeuges nicht empfangen.

Die Kollision ereignete sich um die Mittagszeit im Gebiet der Gislifluh ob Auenstein. Der Pilot des Segelflugzeuges war auf dem Flugplatz Birrfeld gestartet und wollte entlang des Juras Richtung Neuenburgersee fliegen.

Das Motorflugzeug war von Lommis TG nach Ecuvillens FR unterwegs. Dabei wollte der Pilot in einem Einführungsflug verschiedene Systeme und den Autopiloten ausprobieren. Auf einer Flughöhe von 1285 Metern kam es zur Kollision der beiden Flugzeuge.

Der Besatzung des Motorflugzeuges war bis mindestens fünf Sekunden vor der Kollision die Sicht durch die Cockpitverstrebung bzw. den Magnetkompass verdeckt. Auch der Segelflugpilot nahm das von rechts kommende Motorflugzeug erst im letzten Moment wahr.

Keine Opfer

Das Segelflugzeug wurde derart stark beschädigt, dass es unkontrollierbar wurde und abstürzte. Der Pilot konnte sich mit dem Fallschirm retten, wobei er sich leicht verletzte. Die Besatzung des schwer beschädigten Motorflugzeuges konnte die Flugverkehrsleitung alarmieren und zum Startort zurückfliegen.

Die SUST stellt in ihrem Bericht fest, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder zu ähnlichen Vorfällen zwischen Kleinflugzeugen gekommen ist. Mehrheitlich seien die Luftfahrzeuge nicht mit Kollisionswarnsystemen ausgerüstet gewesen oder die Systeme seien untereinander nicht kompatibel gewesen. Zudem seien sich die Besatzungen und Piloten oft nicht über die Bedeutung und die Grenzen des Prinzips "see and avoid" bewusst.

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SDA-ATS