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Merck Serono baut in Frankreich 267 von 1270 Stellen ab. Wie in Genf, wo voraussichtlich 1250 Arbeitsplätze dem Sparplan zu Opfer fallen werden, begründet der deutsche Mutterkonzern Merck den Entscheid damit, konkurrenzfähig bleiben zu wollen.

Wie der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA am Donnerstag weiter ankündigte, werden auch Stellen in Deutschland ausgelagert: Im Zuge des Sparprogramms sollen rund 200 Verwaltungsstellen von der Firmenzentrale im deutschen Darmstadt nach Osteuropa verlagert werden.

Dabei gehe es um Stellen in der Buchhaltung und in der Finanzdienstleistung, sagte ein Sprecher. Entsprechende Pläne für eine Verlagerung der Stellen ab 2013 seien in der vergangenen Woche vorgestellt worden.

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck hatte im Februar ein Sparprogramm angekündigt. Mit den Kosteneinsparungen von weltweit jährlich 300 Mio. Euro verfolgt Merck gemäss Finanzchef Matthias Zachert das Ziel, die Pharmatochter Merck Serono ähnlich profitabel wie die Mitbewerber zu machen.

Aktuell wird Land für Land mit dem Management und Arbeitnehmervertretern über die Einschnitte vor Ort verhandelt. Allein in der Pharmasparte Merck Serono sollen ab 2014 pro Jahr 300 Millionen Euro eingespart werden.

Bestandteil ist die Schliessung des Merck-Serono-Hauptsitzes in Genf. Dort sollen 500 Arbeitsplätze gestrichen und 750 nach Deutschland, in die USA und nach China verlagert werden. Die genaue Zahl, wie viele der weltweit gut 40'000 Konzern-Beschäftigten am Ende gehen müssen, ist noch nicht bekannt.

Wie viele andere Pharmakonzerne kämpft Merck mit den staatlichen Sparmassnahmen im Gesundheitssystem und mit einem mageren Nachschub an neuen Medikamenten. Dazu kommt, dass asiatische Hersteller für zunehmende Konkurrenz im lukrativen Flüssigkristallgeschäft sorgen. Die Sparte hatte im Vorjahr noch Traum-Renditen abgeworfen.

SDA-ATS