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Merkel will einen breit akzeptierten Köhler-Nachfolger

Dieser Inhalt wurde am 01. Juni 2010 - 01:16 publiziert
(Keystone-SDA)

Berlin - Nach dem Rückzug von Bundespräsident Horst Köhler soll die Koalition nach dem Willen von Kanzlerin Angela Merkel einen Nachfolger finden, der auch von Oppositionsparteien mitgetragen wird.
Es solle ein Kandidat sein, der "eine Chance hat, von allen akzeptiert zu werden", sagte sie am Montagabend in einem Gemeinschaftsinterview von ARD und ZDF. CDU/CSU und FDP würden sich zunächst auf einen Vorschlag einigen und dann "auf die anderen zugehen".
Dabei werde die Frage des Geschlechts keine Rolle spielen. Der künftige Kandidat könne ein Politiker sein. Merkel erklärte aber auch: "Der heutige Tag darf nicht dazu führen, dass Seiteneinsteiger in der Politik keine Chance mehr haben."
Der oder die Neue muss bis zum 30. Juni gewählt werden. Da auch die Kanzlerin von einer deutlichen schwarz-gelben Mehrheit in der Bundesversammlung ausgeht, wurde am Montagabend vor allem über Namen aus der Union und der FDP spekuliert.
Angesichts der Dringlichkeit werde es wenig Experimente geben, sagte ein Koalitionspolitiker. Ganz allgemein gelte bei der Auswahl eines Kandidaten oder einer Kandidatin diesmal: "Kein Exot, schwarz-gelbe Parteizugehörigkeit, verfügbar, bekannt."
Horst Köhler hatte am Montagnachmittag seinen Rücktritt angekündigt. Hintergrund für den historisch beispiellosen sofortigen Rückzug Köhlers sind umstrittene Äusserungen des 67-Jährigen in einem Interview über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan.

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