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Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ist eigenen Worten zufolge mit ihrer DDR-Vergangenheit immer offen umgegangen. "Was mir wichtig ist - ich habe da nie irgendetwas verheimlicht", sagte die CDU-Politikerin am Sonntagabend bei einer Veranstaltung der Deutschen Filmakademie in Berlin.

Allerdings habe sie vielleicht manche Dinge nicht erzählt, weil sie nie jemand danach gefragt habe. Als Beispiel nannte sie ihre Mitgliedschaft beim Freien Deutschen Gewerkschaftsbund FDGB sowie in der Gesellschaft für deutsch-sowjetische Freundschaft.

Die Diskussion um Merkels DDR-Vergangenheit ist durch eine neue Biografie wieder ins Rollen gekommen. Die Journalisten Günther Lachmann ("Welt") und Ralf Georg Reuth ("Bild") werfen darin die Frage auf, ob die CDU-Politikerin an der Akademie für Wissenschaften der DDR FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda gewesen sei.

Merkel sagte, ein früherer Biograf von ihr habe sich mit dieser Frage bereits auseinandergesetzt. Er habe zu Recht darauf verwiesen, dass es einen Unterschied mache, ob man die FDJ praktisch mit der SED gleichsetze; oder ob man sie als Raum sehe, in dem man auch unpolitischere Dinge machen konnte.

Sie habe sich schon umfassend geäussert, dass sie auch aus "Gemeinschaftsgründen" in die DDR-Jugendorganisation gegangen sei, betonte die Kanzlerin. "Ich kann mich da nur auf meine Erinnerung stützen. Wenn sich jetzt etwas anderes ergibt, kann man damit auch leben."

Bei der Veranstaltung in der Reihe "Mein Film" hatte Merkel die DEFA-Produktion "Die Legende von Paul und Paula" (1973) als ihren Lieblingsfilm vorgestellt. Sie habe sich den Film aber schon gewünscht, als sie von der neuen Biografie noch nicht wusste, sagte sie.

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SDA-ATS