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Am Meteorologischen Institut von Reykjavik rechnet man nicht damit, dass der am Samstag ausgebrochene Vulkan Grimsvötn wieder aktiv wird. Ein Wiederaufleben des Ausbruchs mit neuem Flugasche-Ausstoss sei "sehr unwahrscheinlich", sagte ein Geophysiker des Institutes.

Der Grimsvötn, der auf Deutsch übersetzt "Wasser des Grimur" heisst, produziert gegenwärtig nur noch eine 200 bis 300 Meter hohe Rauchsäule. Asche speit er nicht mehr. Der Ausbruch am vergangenen Samstag war jedoch weit stärker als derjenige des Eyjafjallajökull vor einem Jahr, der zu weit massiveren Flugausfällen führte.

Innerhalb der ersten 36 Stunden nach der Eruption hatte der Grimsvötn bereits die gleiche Aschemenge ausgespuckt wie der Eyjafjallajökull während seiner ganzen Ausbruchsperiode. Die Aschepartikel des Grimsvötn waren zudem schwerer und sanken dadurch schneller zu Boden, was die Umgebung stärker beeinträchtigte.

Vulkan Hekla "im Prinzip schon bereit"

Kaum zeichnet sich ein Ende des Vulkanausbruchs am Grimsvötn ab, stellen sich die Isländer jedoch schon auf den nächsten ein. "Es wird ja schon lange ein Ausbruch des Hekla erwartet. Der kann morgen kommen oder in ein paar Monaten oder in einigen Jahren", sagte der Geophysiker Gunnar Gudmundsson am Mittwoch.

Wie der Grimsvötn gehört auch der Hekla zu den aktivsten der mehr als 30 Vulkanen auf Island. Der zuletzt fast in jedem Jahrzehnt einmal ausgebrochene Hekla im Süden des Landes sei "im Prinzip schon bereit" für eine neue Eruption.

Flugbetrieb wieder aufgenommen

Die Vulkan-Aktivitäten sind allerdings noch nicht völlig beendet. Dennoch teilte die Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol am Mittwoch mit, dass sich der Flugverkehr in Europa bis (morgen) Donnerstag normalisieren werde.

Die Flughäfen Berlin, Hamburg, Bremen und Lübeck nehmen ihren Betrieb am Nachmittag wieder auf oder sind bereits seit Mittag wieder offen. Die Aschewolke aus dem Vulkan Grimsvötn hatte besonders den Luftverkehr in Norddeutschland massiv behindert. Am Dienstag und Mittwoch waren europaweit mehr als 1000 Flüge ausgefallen.

Das waren erheblich weniger als vor einem Jahr. Damals sassen wegen der Aschewolke des Eyjafjalla-Vulkans europaweit Millionen Flugreisende fest, die Luftfahrtgesellschaften erlitten Umsatzeinbussen in Milliardenhöhe.

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SDA-ATS