Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Dieses Mädchen, das im Herbst 2016 zur Welt kam, trägt den Namen Julia. Viele andere Mädchen mit demselben Jahrgang heissen Mia, Emma oder Elena. (Archivbild)

Keystone/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Gewisse Vorlieben halten sich hartnäckig: Auch im vergangenen Jahr haben in der Schweiz neugeborene Mädchen und Buben am häufigsten die Namen Mia und Noah erhalten. Dies zeigt die Vornamen-Hitparade 2016.

Bei den 42'951 Mädchen mit Jahrgang 2016 erhielten 488 den Namen Mia, wie das Bundesamt für Statistik am Montag mitteilte. Auf den Rängen zwei und drei folgen bei den Mädchen Emma und Elena. Danach kommen die Namen Sofia, Lena, Emilia, Lara, Anna, Laura und Mila.

Von den 44'932 Knaben, die im vergangenen Jahr zur Welt kamen, hören 477 auf den Namen Noah. Auf Rang zwei liegt der Name Liam, dahinter belegen Gabriel und Luca gemeinsam den dritten Platz. Danach folgt Leon, Elias, David, Samuel, Louis und Julian.

Kindergärten voller Noahs und Mias

Die Namen Noah und Mia halten sich tapfer: Mia besetzte bereits 2015 und 2013 den ersten Rang. Noah steht bei den Knaben sogar seit 2013 ununterbrochen an erster Stelle.

Entsprechend dürften nach den Sommerferien zahlreiche kleine Noahs und Mias erstmals in den Kindergarten gehen. Denn von den Kindern, im Jahr 2013 geboren wurden, werden die meisten in diesem Jahr eingeschult.

Kulturelle Differenzen

Doch was für die Deutschschweiz gilt, gilt nicht automatisch für die ganze Schweiz: Je nach Sprachregion zeichnen sich teilweise klare Unterschiede ab. Noah und Mia sind in der Deutschschweiz die Lieblingsnamen; in der französischen Schweiz sind es hingegen die Namen Gabriel und Emma, welche dominieren.

In der italienischen Schweiz stehen Leonardo und Sofia zuoberst auf dem Podest, und im rätoromanischen Sprachgebiet waren im Jahr 2016 Laurin und Valentina auf dem ersten Rang.

Auch zwischen den Kantonen können die Vornamen sehr unterschiedlich ausfallen. Im Kanton Uri etwa standen 2016 Jan und Lena an erster Stelle. In Graubünden waren Mauro und Mia die häufigsten Vornamen und im Kanton Neuenburg fanden sich Liam und Emma an der Spitze.

Von Maria zu Mia

Die Vorlieben bei der Namensvergabe verändern sich über die Zeit stark, wie die Statistik zeigt. Obwohl die Vornamen Noah und Mia in jüngster Zeit sehr hoch im Kurs sind, waren sie vor fünfzig Jahren selten.

Umgekehrt werden die Vornamen, die vor fünfzig Jahren üblich waren, heute kaum noch vergeben. Nur Daniel, Thomas und Maria erreichen noch eine Anzahl von über 100.

Die einstigen Top-Männernamen Andreas, Peter oder Markus werden dagegen viel seltener vergeben. Auch die einst beliebten Frauennamen Claudia, Monika, Karin und Barbara haben bei den heutigen Eltern an Beliebtheit eingebüsst.

In der Gesamtbevölkerung sind gemäss Statistik Daniel und Maria die zwei häufigsten Vornamen. Wesensfremd sind sich die Namen Maria und Mia übrigens nicht: Mia ist nämlich eine Kurz- oder Koseform von Maria.

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

SDA-ATS