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Mexiko-Stadt - Nach dem Massenmord an 72 Migranten im Norden Mexikos hat die Regierung angekündigt, die meist aus Mittelamerika kommenden Menschen auf deren Weg in die USA besser zu schützen.
Mit der Initiative des Innenministeriums, der Staatsanwaltschaft und der Kommission für Menschenrechte sollen vor allem Entführungen der ohne Ausweispapiere reisenden Wanderarbeiter durch mexikanische Banden unterbunden werden.
Im Jahre 2009 wurden rund 20'000 der etwa 200'000 Migranten in Mexiko von der organisierten Kriminalität entführt. Laut dem Plan sollen zwischen den Bundesstaaten, die von der Migration betroffen sind, spezielle Abkommen zur Zusammenarbeit geschlossen werden, kündigte Innenminister Francisco Blake am Dienstag an.
Ausserdem sollen die Menschenhändlerringe enttarnt und die Strassen und Wege engmaschiger überwacht werden. Zudem ist vorgesehen, die Migranten vor den Gefahren der Durchreise durch Mexiko zu warnen. Migranten, die in die Hände von mexikanischen Kriminellen geraten, werden ausgeraubt, misshandelt, erpresst und oft auch getötet.
Anfang vergangener Woche hatten Mitglieder eines Drogenkartells auf einer Ranch bei der Ortschaft San Fernando im Norden Mexikos 58 Männer und 14 Frauen aus Mittel- und Südamerika umgebracht. Nach den Worten von Blake haben die Verbrechen gegen die Migranten in den vergangenen Jahren zugenommen.

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SDA-ATS