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In der ägyptischen Stadt Suez ist am frühen Samstagmorgen nach tödlichen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten die Armee aufmarschiert. Der Sicherheitschef von Suez, Adel Refaat, sagte im Staatsfernsehen, er habe das Militär um Verstärkung gebeten.

Soldaten und gepanzerte Fahrzeuge seien wenige Stunden nach den Zusammenstössen zwischen Regierungsgegnern und der Polizei in die Hafenstadt entsandt worden, berichtete das staatliche Fernsehen auf seiner Website.

Der Einsatz der Armee sei nötig geworden, da die Polizei die Kontrolle über die Lage in der Stadt verloren habe, wurde Sicherheitschef Refaat zitiert.

Bei Protesten gegen Präsident Mohammed Mursi waren in der Stadt zuvor nach offiziellen Angaben sechs Personen getötet worden. Eine weitere Person wurde in Ismailija am Suezkanal getötet, wie das ägyptische Gesundheitsministerium mitteilte. Ägyptische Medien bezifferten die Zahl der Toten auf insgesamt neun.

Landesweit wurden nach Behördenangaben zudem 456 Menschen verletzt. Anlass waren Demonstrationen anlässlich des zweiten Jahrestags des Aufstands gegen Mursis gestürzten Vorgänger Husni Mubarak.

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen rief Präsident Mursi zur Zurückhaltung auf und forderte die Ägypter auf, keine Gewalt anzuwenden. Mursi appellierte per Facebook und Twitter an alle Bürger, für die "Werte der Revolution einzutreten, ihre Meinungen frei und friedlich zu äussern und der Gewalt zu entsagen".

Entscheid zu Fussball-Krawallen

Für Samstag wurden in Kairo neue gewaltsame Proteste befürchtet. Fussballfans des Hauptstadtclubs Al-Ahly kündigten Ausschreitungen an, falls bei einem Gerichtstermin zu den tödlichen Krawallen bei einem Auswärtsspiel ihrer Mannschaft vor einem Jahr keine gerechten Urteile gefällt würden.

Nach der Begegnung am 1. Februar 2012 beim Verein Al-Masry in Port Said kam es zu Kämpfen zwischen den Anhängern und einer Massenpanik, bei der 74 Menschen starben. Bei anschliessenden Strassenkämpfen wurden weitere 16 Menschen getötet.

Viele Fans warfen den Sicherheitskräften vor, die Katastrophe aus Rache angestachelt zu haben, denn die Anhänger spielten eine große Rolle bei der Revolte gegen den gestürzten ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak.

Eine Parlamentsuntersuchung kam aber zu dem Ergebnis, dass die Fans selber und mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen verantwortlich gewesen seien. In dem Prozess sind zahlreiche Fußballanhänger wegen Mordes angeklagt. Beschuldigt werden aber auch neun Polizisten, die die Katastrophe begünstigt haben sollen.

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SDA-ATS