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Mexiko-Stadt - Mit einer grossen Militärparade in der Hauptstadt hat Mexiko am Donnerstag die offiziellen Feierlichkeiten zum Beginn seines Unabhängigkeitskampfes gegen Spanien beendet.
Fallschirmjäger sprangen über dem zentralen Platz Zócalo in Mexiko-Stadt ab, Kampfjets demonstrierten ihre Flugkunst, und demonstrativ wurden die im Anti-Drogenkampf verwendeten Blackhawk- und MI-17-Helikopter aufgeboten. Rund 600 Soldaten aus 17 Ländern, darunter Spanien, die USA, Frankreich, Russland und China, beteiligten sich an den Aufmärschen. Überall im Land stimmten Millionen Menschen "Lang lebe Mexiko"-Rufe an.
Präsident Felipe Calderón rief die Mexikaner angesichts der allgegenwärtigen Drogengewalt zu einem Aufstand gegen das Verbrechen auf: "Künftige Generationen sollen wissen, dass die Mexikaner auch 200 Jahre nach ihrer Erhebung weiter für eine auf Recht und Gesetz basierende Gesellschaft gekämpft haben", rief der Präsident den Versammelten am Denkmal des Unabhängigkeitsengels zu.
Zuvor hatte Calderón unter Glockengeläut den Ausruf des mexikanischen Freiheitshelden Miguel Hidalgo "Viva México" wiederholt, mit dem der katholische Priester 1810 von einer Kanzel aus den Kampf gegen die spanische Kolonialmacht in Gang setzte.
Eingeleitet worden waren die Feierlichkeiten am Mittwoch in der Hauptstadt mit einem gewaltigen Feuerwerk und zahlreichen Konzerten. Viele der zehntausenden Feiernden hatten sich die Gesichter in den Landesfarben rot, weiss und Grün geschminkt.
100 Jahre RevolutionMexiko feiert dieses Jahr zugleich das 100-jährige Jubiläum der Revolution von 1910, bei der noch heute verehrte Ikonen wie Emiliano Zapata und Pancho Villa den Diktator Porfirio Díaz stürzten. Grössere Zwischenfälle wurden nicht gemeldet.
Wegen der Drogengewalt waren vor den Jubiläumsfeiern umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. In einigen Städten und Regionen des Landes wurden die Feiern ganz abgesagt. In der Drogenhochburg Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA, wo sich rivalisierende Kartelle einen mörderischen Krieg liefern, fanden die Feiern zum ersten Mal hinter verschlossenen Türen im Rathaus statt und wurden im Fernsehen übertragen.
Mehrere Drogenkartelle liefern sich in Mexiko eine blutige Auseinandersetzung um die lukrativen Schmuggelrouten in die USA, seit 2006 fielen dem Drogenkrieg mehr als 28'000 Menschen zum Opfer. Die Regierung setzt im Kampf gegen die Drogenbanden zur Unterstützung der Polizei mehr als 50'000 Soldaten ein. In den vergangenen Wochen gelang es den Sicherheitskräften, mehrere mächtige Drogenbosse festzunehmen.

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SDA-ATS