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Der russisch-stämmige Milliardär Len Blavatnik wird neuer Besitzer des Musikkonzerns Warner Music. Blavatniks Investmentfirma Access Industries blättert nach Angaben vom Freitag 3,3 Mrd. Dollar für den drittgrössten Musikverlag der Welt auf den Tisch.

Warner Music - zu deren Künstlern etwa Madonna, R.E.M., Bruno Mars, Johnny Cash, Green Day und Led Zeppelin gehören - hatte sich im Januar selbst zum Verkauf gestellt. An Warner sollen Medienberichten zufolge mehr als 20 Unternehmen interessiert gewesen sein.

Blavatnik ist unter anderem an dem russischen Aluminiumgiganten Rusal und dem US-Petrochemiekonzern LyondellBasell beteiligt. In der Musikbranche und bei Warner Music selbst ist er jedoch kein Fremder: Er ist ein langjähriger Partner von Konzernchef Edgar Bronfman und war zwischenzeitlich ein Direktor bei Warner Music.

Bronfman hatte Warner Music 2004 dem Medienkonzern Time Warner abgekauft. Blavatnik besass zudem bereits vor der jetzigen Übernahme zwei Prozent an Warner.

CD-Geschäft am Boden

Die Musikbranche befindet sich im Umbruch. Die Verkäufe von CDs - einst solide Einnahmequelle für die Konzerne - nehmen immer weiter ab. Das Geschäft mit digitaler Musik im Internet haben sich andere Unternehmen gesichert - wie Apple mit seinem iTunes-Store. Im vergangenen Geschäftsjahr verbuchte Warner Music einen Verlust von 143 Mio. Dollar.

Immer wieder spekuliert wurde über ein Gebot von Warner Music für den schwächelnden britischen Konkurrenten EMI. Mit den Milliarden Blavatniks könnte ein solches Szenario Realität werden.

Zusammen werden EMI und Warner Music bessere Chancen zugesprochen, gegen grössere Konkurrenten wie den Marktführer Universal Music und Sony Music zu bestehen. In der Vergangenheit gab es bereits mehrere Anläufe für eine Fusion, die jedoch an Kartellbedenken oder Differenzen über den Preis scheiterten.

Mehrfacher Milliardär

Warner Music werde unter dem bisherigen Namen weitermachen, aber die Börse verlassen, hiess es am Freitag. Spekuliert wurde darüber, ob Blavatnik länger Besitzer des Musikkonzerns bleiben werde oder ihn mit Gewinn in einem neuen Deal wieder loswerden will.

Der 53-Jährige war in den 70er Jahren von Russland in die USA ausgewandert. Reich machten ihn vor allem Investitionen seiner Firma Access Industries in die russische Wirtschaft nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. In der aktuellen Reichen-Rangliste des US-Magazins "Forbes" belegt Blavatnik den 80. Platz mit einem geschätzten Vermögen von 10,1 Mrd. Dollar.

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SDA-ATS