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Im Hitzesommer 2003 verendeten Fische im Rhein. (Archivbild)

KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

(sda-ats)

Die explosionsartige Vermehrung von Algen hat in diesem Sommer im Schiffenensee und in der Saane vor Laupen BE zu einem Fischsterben geführt. Untersuchungen im Tierspital Bern haben gezeigt, dass die Tiere vermutlich an Sauerstoffmangel verendeten.

Wie das freiburgische Amt für Umwelt am Mittwoch mitteilte, schwammen in diesem Sommer Milliarden einer einzigen Algenart an der Oberfläche des Schifffenen-Stausees. Diese Algen waren als Schlieren sichtbar.

Nach ein paar Tagen starben die Algen ab und sanken an den Seegrund, wo sie abgebaut wurden. Dieser Prozess verbrauchte Sauerstoff. Das führte zu einem totalen Sauerstoffmangel in tiefen Seeschichten.

Dass es zum starken Algenwachstum kam, erklärt sich das freiburgische Amt für Umwelt mit einer Kombination von Faktoren. Insbesondere die hohe Wassertemperatur, ein hoher Nährstoffgehalt und die mangelnde Durchmischung des Seewassers während dieses Sommers hätten zur Algenblüte geführt.

Der Kanton Freiburg geht davon aus, dass sich viele Fische in Nebenflüsse der Saane haben retten können oder weiter flussabwärts schwammen. Als Sofortmassnahme leitete die Betreiberin des Wasserkraftwerks Schiffenen, die Groupe E, sauerstoffreiches Oberflächenwasser in die Saane unterhalb der Staumauer.

Unterdessen hat der Sauerstoffgehalt in der Saane ein zufriedenstellenden Niveau erreicht. Der Kanton Freiburg wird eine automatische Messsonde installieren, um künftig schneller reagieren zu können. Im Schiffenensee dürften die sinkenden Temperaturen der kommenden Wochen automatisch für sauerstoffreicheres Wasser sorgen, glauben die Freiburger Behörden.

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SDA-ATS