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Milliardenschwerer illegaler Jade-Handel in Myanmar

Im bitterarmen Myanmar ist ein milliardenschwerer illegaler Handel mit dem Edelstein Jade im Gange. Dies berichtete die Anti-Korruptionsorganisation Global Witness am Freitag.

Daran bereicherten sich Ex-Generäle der einstigen Militärdiktatur, Drogenbarone und Rebellenarmeen. Während die Erlöse offiziell mit einer Milliarde US-Dollar im Jahr angegeben werden, belaufe sich der Wert auf 31 Milliarden Dollar, schreibt die Organisation. Das entspräche der halben Wirtschaftsleistung des gesamten Landes zwischen Indien und China.

Jade wird hauptsächlich in der Kachin-Region gefördert. Das Land werde mit Waffengewalt konfisziert und Arbeiter schufteten unter lebensgefährlichen Bedingungen. Mehr als 90 Prozent der Ware gehe nach China.

"Dieses riesige dreckige Geschäft wird von einer Schurkenriege früherer Generäle, von den USA mit Sanktionen belegten Drogenbaronen und Ganoven mit Waffen kontrolliert", schrieb Autor Juman Kubba. "Sie machen riesige Profite, während ... dem Volk der Reichtum unter den Füssen weggeklaut wird."

Schwarzer Markt

Der Generaldirektor des Bergwerkministeriums räumt ein, dass grosse Mengen Jade auf dem schwarzen Markt verkauft werden. "Wir halten nur zweimal im Jahr offizielle Verkäufe ab. Es ist einfacher für die Leute, über die Grenze nach China zu gehen und Jade dort zu verkaufen", sagte Win Htein der Nachrichtenagentur dpa. Auch die Rebellen der Kachin-Befreiungsarmee bereicherten sich.

Seit Dezember 2012 seien geschmuggelte Edelsteine im Wert von fast sechs Millionen US-Dollar beschlagnahmt worden, berichtete die Regierung am Freitag. Der Grossteil seien mehr als 60'000 Kilogramm Jade im Wert von mehr als 4,5 Millionen Dollar gewesen.

Myanmar war bis 2011 eine Militärdiktatur. Seitdem regiert eine quasi-zivile Regierung von Gnaden des Militärs. Am 8. November wird gewählt.

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