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Millionenstrafe für Swiss Re in Spanien

Dieser Inhalt wurde am 13. November 2009 - 14:31 publiziert
(Keystone-SDA)

Madrid - Sechs grosse Versicherer, darunter die Swiss Re, sind in Spanien wegen des Vorwurfs illegaler Preisabsprachen mit einem Bussgeld von zusammen fast 121 Mio. Euro bestraft worden. Swiss Re weist die Vorwürfe zurück.
"Wir bedauern den Entscheid", sagte Sprecher Adalbert Koch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. "Wir sind weiterhin der Meinung, dass die Beschuldigungen ungerechtfertigt sind. Jetzt analysieren wir den Entscheid und werden dann beschliessen, ob wir Berufung einlegen", erklärte Koch.
Swiss Re und die anderen Unternehmen haben gemäss der Wettbewerbsbehörde CNC zwischen 2002 und 2007 im Stile eines Kartells die Preise für Versicherungen gegen Baumängel an Wohnhäusern untereinander ausgemacht. Es sei das höchste Bussgeld, das wegen Preisabsprachen bislang in Spanien verhängt wurde.
Die Bussen betragen zwischen 14,2 Mio. Euro und 27,8 Mio. Euro. Die Swiss Re müsste 22,64 Mio. Euro bezahlen. Die vor Swiss Re weltweit grösste Rückversicherung Münchener Rück wurde mit 15,85 Mio. Euro gebüsst. Eine Münchener Rück-Sprecherin bestätigte auf Anfrage, es gebe einen entsprechenden Bescheid.
Juristische Schritte hielt sie sich aber ebenfalls offen. "Wir werden zu gegebener Zeit prüfen, wie wir weiter vorgehen."
Bei den übrigen Versicherern handelt es sich nach Angaben der CNC um die spanischen Unternehmen Mapfre, Asefa und Caser sowie um die französische Scor. Auch Martkführer Mapfre wies die Vorwürfe zurück und kündigte Einspruch an. Das Bussgeld sei zudem völlig überzogen und rechtlich unbegründet.

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