Die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in der Schweiz steigt weiter: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am frühen Mittwochabend 9765 laborbestätigte Fälle, 929 mehr als am Vortag. Mindestens 150 Menschen sind inzwischen an der Lungenkrankheit gestorben.

Das ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gestützt auf die Angaben der Kantone. Das BAG registrierte erst 103 Todesfälle im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung. Es stützt sich auf die Meldung von Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzten. Die Fallzahlen könnten daher von jenen abweichen, die von den Kantonen kommuniziert würden, schreibt das BAG.

Vor den Bundeshausmedien sprach Gesundheitsminister Alain Berset von einem "erwarteten Anstieg". Es sei "keine Explosion". Die von Bundesrat verordneten Massnahmen würden gut respektiert. "Das ist nicht selbstverständlich." Es brauche aber weiter die Ausdauer der Bevölkerung, um die Krise bewältigen zu können. "Es ist kein 100-Meter-Lauf, es ist ein Marathon."

Viele Tests

Berset lobte die "hervorragende Zusammenarbeit im gesamten Land". Obwohl sich die Lage von Kanton zu Kanton unterscheide, zögen alle am gleichen Strick. Es gebe "permanente Kontakte" zwischen dem Bund und den Kantonen. Die Schweiz funktioniere weiter, einfach etwas langsamer.

"Wir werden bald die Zahl von 10'000 Tests pro 1 Million Einwohner erreichen", sagte Berset. Damit gehöre die Schweiz zu einem der Länder, wo am meisten getestet werde. Er konterte damit die Kritik von verschiedenen Epidemiologen, wonach die Schweiz zu wenig teste. "Wir werden noch weitergehen."

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