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Islamabad - Ein Selbstmordattentäter hat sich am Freitag in der pakistanischen Stadt Quetta inmitten hunderter schiitischer Demonstranten in die Luft gesprengt. Er riss über 50 Menschen mit in den Tod, wie die Polizei mitteilte. Zwischen 100 und 200 Menschen wurden verletzt.
Je nach Agentur wurden zwischen 53 und 58 Menschen beim gegen die schiitische Minderheit gerichteten Attentat getötet. Die Gläubigen hatten sich anlässlich des so genannten Al-Kuds-Tages ("Jerusalem-Tag") in der Hauptstadt der Provinz Balutschistan im Südwesten des Landes zu einer pro-palästinensischen Kundgebung versammelt.
Nach der Gewalttat brachen in der Stadt Unruhen aus: Nach Angaben der Polizei fielen Schüsse, Menschen flohen in Panik, andere legten Feuer. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.
Erst am Mittwoch waren bei einer Bombenserie gegen Teilnehmer einer schiitischen Prozession in der ostpakistanischen Stadt Lahore 38 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Für die Tat hatten sunnitische Extremisten mit Verbindung zu den radikal-islamischen Taliban die Verantwortung übernommen.
Gegen Schiiten werden in Pakistan immer wieder Anschläge verübt. Sie sind in der Minderheit und machen etwa 20 Prozent der 160 Millionen Einwohner aus.
Experten vermuten, dass die Islamisten mit ihren Angriffen gezielt die wegen der Überschwemmungen ohnehin in Bedrängnis geratene pakistanische Regierung destabilisieren wollen. Grosse Teile der Bevölkerung klagen über mangelnde Hilfe und fühlen sich von den Politikern im Kampf gegen die Fluten im Stich gelassen.
Nun dürfte auch die Kritik neu aufflammen, dass die Regierung nicht für ausreichend Sicherheit im Land sorgen kann. "Leider werden die Überschwemmungen in Pakistan wahrscheinlich auch die Einsätze der pakistanischen Armee in Nord-Waziristan für einige Zeit verzögern", sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates bei einem Truppenbesuch im Nachbarland Afghanistan.

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SDA-ATS