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Patienten werden aus Angst vor Erdbeben aus einem Spital in Denpasar, Bali, gebracht.

KEYSTONE/EPA/MADE NAGI

(sda-ats)

Bei einem erneuten schweren Erdbeben vor der indonesischen Insel Lombok sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben hatte eine Stärke von 7,0.

Die Opferzahl nannte Muhammad Rum von der örtlichen Katastrophenschutzbehörde dem Sender Metro TV in der Nacht zum Montag (Ortszeit).

Allein im Distrikt Nord-Lombok seien 29 Menschen gestorben. Die meisten Opfer seien auf herunterfallende Trümmerteile zurückzuführen, hiess es.

Das Beben ereignete sich in einer Tiefe von zehn Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Menschen rannten in Panik auf die Strasse. Erst vor einer Woche waren bei einem Erdbeben der Stärke 6,4 auf der Ferieninsel 17 Menschen getötet worden.

Das Epizentrum des Erdstosses lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte 18 Kilometer nordwestlich von Lombok im Meer - und damit weit entfernt von den Touristenzentren im Süden und Westen der Insel. Demnach folgten auf den schweren Erdstoss zwei Nachbeben, eines davon mit einer Stärke von 5,4.

Tsunami-Warnung wieder aufgehoben

Die indonesischen Behörden gaben eine Tsunami-Warnung aus, hoben diese aber nach kurzer Zeit wieder auf. Die Behörden hatten die Menschen aufgefordert, sich vom Meer zu entfernen. "Bitte gehen Sie zu einem höher gelegenen Ort", sagte Dwikorita Karnawati, Leiterin der indonesischen Wetter- und Geophysikbehörde, einem lokalen Fernsehsender. Die Menschen sollten dabei "ruhig bleiben und nicht in Panik verfallen".

Meerwasser überflutete zwei Dörfer mit einer Höhe von zehn und 13 Zentimetern, wie Karnawati bekanntgab. Ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde ging davon aus, dass zahlreiche Gebäude in Lomboks Hauptort Mataram beschädigt worden seien. Die meisten Häuser seien mit nicht besonders widerstandsfähigem Material gebaut worden.

Panik in der Bevölkerung

In Mataram sorgte das Erdbeben für Schrecken. "Alle rannten sofort aus ihren Häusern, jeder war in Panik", sagte ein Einwohner der Nachrichtenagentur AFP. Eine 47-jährige Frau berichtete, dass als Folge des Bebens der Strom ausgefallen sei. Patienten seien aus dem grössten Krankenhaus der Stadt in Sicherheit gebracht worden.

Der Erdstoss war auch in rund 100 Kilometern Entfernung auf der Insel Bali zu spüren gewesen. Einwohner und Touristen rannten schreiend auf die Strasse.

Erst vor einer Woche hatte sich 50 Kilometer nordöstlich von Mataram ein Beben ereignet. Nach dem ersten Erdstoss gab es zwei weitere starke Beben sowie mehr als hundert Nachbeben. Hunderte Gebäude und ein Krankenhaus wurden damals im Erdbebengebiet zerstört. Mehr als 500 Wanderer mussten von einem aktiven Vulkan gerettet werden, wo sie nach dem Erdbeben zunächst festgesessen hatten.

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