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Bei einem Doppel-Selbstmordanschlag in Charsadda im Nordwesten Pakistans sind mindestens 80 Menschen getötet worden. Die meisten der beim Taliban-Anschlag getöteten Menschen waren Rekruten einer Einheit der Grenzpolizei.

Der stellvertretende Ministerpräsident der Provinz Khyber Pakhtukhwa, Bashir Ahmad Bilour, sagte am Freitag, mindestens 80 Menschen seien getötet worden. Die Zahl der getöteten Rekruten wurde auf 65 beziffert. Nach Spitalangaben wurden mindestens 115 Menschen verletzt, 15 davon schweben in Lebensgefahr.

Die pakistanischen Taliban bekannten sich zu dem schwersten Anschlag in Pakistan seit Jahresbeginn, den sie als Racheakt für die Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden bezeichneten.

Ein Sprecher der Aufständischen namens Ehsanullah Ehsan sagte: "Dieser Angriff wurde ausgeführt, um Rache für das Märtyrertum von Osama bin Laden und für die Grausamkeiten der pakistanischen Sicherheitskräfte in den Stammesgebieten zu üben". Die Extremisten drohten mit weiteren Anschlägen.

Zu dem Doppelanschlag kam es ausserhalb eines Camps der paramilitärischen Polizeieinheit Frontier Constabulary (FC) im nordwestpakistanischen Distrikt Charsadda nahe der Provinzhauptstadt Peshawar.

Die paramilitärischen Sicherheitskräfte werden vor allem im Kampf gegen Aufständische in den Stammesgebieten an der afghanischen Grenze eingesetzt und sind immer wieder Ziel von Anschlägen.

Heimtückischer Anschlag

Die Rekruten hatten ihre Ausbildung gerade abgeschlossen und wollten in den Heimaturlaub fahren. Polizeisprecher Jehanzeb Khan sagte, die jungen Männer hätten gerade ihr Gepäck in Busse ausserhalb des Lagers verladen, als die beiden Selbstmordattentäter auf einem Motorrad angekommen seien.

Einer der Attentäter sei abgestiegen und habe sich versteckt. Der andere habe sich an den Bussen in die Luft gesprengt. Als sich Menschen am Anschlagsort versammelten, um Hilfe zu leisten, habe der zweite Attentäter seinen Sprengstoff in der Menge gezündet.

Besuch abgesagt

Nach Angaben aus Militärkreisen sagte der pakistanische Generalstabschef General Khalid Shameem Wynne am Freitag einen geplanten fünftägigen Besuch in den USA ab. Unter den gegenwärtigen Bedingungen sei die Reise nicht möglich, hiess es zur Begründung.

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SDA-ATS