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Syrische Sicherheitskräfte haben am Freitag mindestens acht Demonstranten getötet. Wie syrische Aktivisten berichteten, versuchten Polizei und Geheimdienst, Kundgebungen im ganzen Land mit Schlagstöcken und Gewehrschüssen auseinanderzutreiben.

Die Opposition hatte zu einem "Tag der Wut" aufgerufen, der erneut tausende Menschen auf die Strasse brachte. In Syrien demonstrieren die Bürger seit Mitte März für politische Reformen und zunehmend auch den Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad.

Auch an diesem Freitag reagierten die Sicherheitskräfte des Staatschefs mit Brutalität. Im nordöstlichen Deir al-Zor seien 40 Demonstranten festgenommen worden, berichteten Aktivisten.

Mit Schlagstöcken ging die Polizei auch in Lattakia und Aleppo gegen Demonstranten vor. Im Küstenort Dschabla, südlich von Lattakia, wurde ein Demonstrant durch Schüsse getötet. Grosse Kundgebungen gab es auch in Banias und Hassaka.

Bereits am Donnerstagabend habe es Proteste gegen das Assad-Regime in einem Aussenbezirk von Damaskus, in Homs und in Daraa gegeben, sagten syrische Aktivisten. Im südsyrischen Daraa seien drei Demonstranten durch Schüsse getötet worden. Nach Angaben von Menschenrechtlern wurden bei den Unruhen in Syrien bisher 835 Menschen getötet, unter ihnen 138 Polizisten und Soldaten.

Sicherheitsrat wird nicht eingeschaltet

Die sieben führenden Industrienationen und Russland (G8) drohten indes dem Assad-Regime mit weiteren Strafmassnahmen. Die Gewalt gegen das syrische Volk und die Einschüchterungen müssten umgehend aufhören, fordern die G8-Staats- und Regierungschefs zum Abschluss ihres Gipfels in Deauville.

Es müsse fundamentale politische Reformen geben. Sollte Syrien auf diese Forderungen nicht eingehen, werde man "weitere Massnahmen erwägen", betonen die G8-Chefs.

Eine Befassung des UNO-Sicherheitsrates schliesst dies jedoch nicht ein. Eine entsprechende Formulierung im Entwurf des Dokuments wurde auf Drängen Russlands abgeschwächt. Moskau, das im syrischen Lattakia eine Marine-Basis betreibt, hatte sich zuletzt stets gegen eine härtere Gangart gegenüber Syrien ausgesprochen.

Die Türkei, deren Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in den letzten Jahren ein persönliches Vertrauensverhältnis zu Assad aufgebaut hat, warnt Damaskus vor den Konsequenzen eines Festhaltens an seiner Unterdrückungspolitik.

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SDA-ATS