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Überflutete Strasse auf Ko Samui.

Keystone/AP/ADAM SCHRECK

(sda-ats)

Im Süden von Thailand sind bei heftigen Regenfällen und Überschwemmungen mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Betroffen sind insgesamt neun Provinzen mit unter anderem den Ferieninseln Ko Samui und Ko Phangan.

Der thailändische Wetterdienst warnte am Freitag vor weiterem heftigen Regen und Springfluten.

Am schwersten betroffen ist nach Angaben des Innenministeriums die Festlandprovinz Nakhon Si Thammarat, wo das Wasser nach tagelangen Regenstürmen in einigen Gebieten bis zu den Dächern reichte. Viele Strassen waren dort überflutet, Bahngleise unterspült. Der regionale Flughafen wurde für mindestens zwei Tage geschlossen.

Auch in anderen Provinzen fielen zahlreiche Züge aus. Insgesamt 120'000 Haushalte waren überflutet. Juntachef Prayut Chan-O Cha besuchte am Freitag kurz eine der betroffenen Provinzen und verteilte Nahrungsmittel.

Ferien unfreiwillig verlängert

Auf Ko Samui und Ko Phangan mussten unzählige Touristen wegen gestrichener Flüge und Fährverbindungen ihre Ferien unfreiwillig verlängern. Einige machten sich einen Spass daraus, die überfluteten Strassen mit aufgepumpten Gummischläuchen wie auf Wildwasserbahnen hinabzusausen. Die meisten Urlauber zogen es jedoch vor, in ihren Hotels zu bleiben. Vertreter der Tourismusbranche berichteten von mehreren Stornierungen mitten in der Hauptsaison.

Einwohner von Ko Samui sprachen von den schlimmsten Überschwemmungen seit mindestens einem Jahrzehnt. Die Regenzeit dauert in Thailand meist von Juni bis Oktober. Dass es zu dieser Zeit eine Woche lang derart giesst, ist eher ungewöhnlich.

Allerdings hatten ähnliche Regenstürme das Land bereits im Dezember heimgesucht, dabei starben mehr als 35 Menschen. Auch damals waren Ko Samui sowie die beliebte Ferienort Krabi an der Festlandküste betroffen.

Der Süden Thailands grenzt an Malaysia, wo derzeit ebenfalls tausende Menschen von schweren Unwettern betroffen sind.

SDA-ATS

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