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Istanbul - Bei der Explosion einer Mine in den türkischen Kurdengebieten sind mindesten zehn Menschen in einem Kleinbus getötet worden. Weitere Passagiere, darunter ein Baby, seien bei der Explosion am Donnerstag verletzt worden, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu.
Die Behörden in der südöstlichen Provinz Hakkari machten die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK für die Tat verantwortlich. Einheiten der türkischen Armee suchten nach den Tätern und weiteren verborgenen Sprengsätzen.
Fernsehsender zeigten Trümmer des von der Explosion zerfetzen Fahrzeuges. Der Bus war in der Nähe des Dorfes Gecitli nahe der Grenze zum Iran und zum Irak auf die Mine gefahren. Die PKK setzt Minen meist gegen Patrouillen der türkischen Armee ein.
Sie bestritt jedoch umgehend jede Beteiligung an der Tat, wie die PKK-nahe Agentur Firat berichtete. Der Anschlag sei eine Strafe für den weitgehenden Boykott der Volksabstimmung über Verfassungsänderungen in der Türkei durch die Kurden in der Hakkari-Region.
Hakkari gehört zu den Provinzen, in denen sich die PKK immer wieder Kämpfe mit der türkischen Armee liefert. Im Kurden-Konflikt in der Türkei sind in den vergangenen 25 Jahren mehr als 45'000 Menschen getötet worden. Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung der bis zu 15 Millionen Kurden durch den türkischen Staat.
Waffenstillstand
Sollte sich dennoch herausstellen, dass die PKK hinter der Explosion steckt, wäre dies der blutigste Anschlag der Gruppe seit mehr als zwei Jahren. Im Juli 2008 wurden durch zwei nahezu gleichzeitig gezündete Bomben in der Metropole Istanbul 17 Menschen getötet.
Die aktuelle Explosion fällt in den Zeitraum eines Waffenstillstands, den die PKK für die Wochen zwischen dem 13. August und dem 20. September verkündet hatte. Vergangene Woche hatte PKK-Chef Murat Karayilan in einem Interview mit der spanischen Zeitung "El Mundo" aber gedroht, seine Organisation werde die Kämpfe wieder aufnehmen, wenn die türkische Regierung "Angriffe und Festnahmen von Kurden" fortsetze.

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SDA-ATS