Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Auf Rigi Kaltbad kann jetzt warm gebadet werden. Nach dreijährigen Bauarbeiten ist am Freitag das von Mario Botta konzipierte Mineral & Spa Rigi Kaltbad eröffnet worden. Die neue Attraktion soll dem traditionellen Ausflugsberg zusätzliche Besucher bringen.

Gebadet wird auf der "Königin der Berge" schon lange. Seit dem 16. Jahrhundert wird dem Wasser des Drei-Schwestern-Brunnens auf Rigi Kaltbad heilende Kraft zugesagt. Das Baderitual bestand darin, dass die Patienten drei Mal ins kalte Wasser tauchten und dann betend um die Kapelle rannten.

Das neue Bad knüpft an diese Tradition an, bietet aber mehr Komfort: Das Wasser des Drei-Schwestern-Brunnens wird (mit Holz von der Rigi) auf 35 Grad aufgeheizt, moderne Wohlfühlangebote lösen die religiösen Pflichten ab.

Bad mit Aussicht

Das Bad bietet Innen- und Aussenbecken, von denen badend die Aussicht genossen werden kann. Dazu kommen ein Dampfbad, eine Sauna und Massageräume. Betrieben wird das Bad von der Berner Aqua-Spa-Resorts, Eigentümerin ist eine Anlagestiftung der Credit Suisse.

Gestaltet wurde das Bad vom Tessiner Architekten Mario Botta. Botta platzierte die Anlage unter dem neuen 2500 Quadratmeter grossen Dorfplatz. Geprägt wird dieser von acht kristallartigen, 3,5 Meter hohen Glasoberlichtern, die Licht in die Badeanlage bringen. Botta gab dem Platz deshalb den Namen "Giardino Minerale".

Erreicht werden kann Rigi Kaltbad mit der Zahnradbahn von Vitznau LU oder mit der Luftseilbahn von Weggis LU aus. Zur Neugestaltung von Rigi Kaltbad gehören auch eine neue Bahnstation sowie die Renovation des Hotels Rigi Kaltbad.

Mehr Gäste erwartet

Die Aufwertung von Rigi Kaltbad war eine lange Leidensgeschichte. Mit der Eröffnung des Botta-Bades seien die Zeiten der Unsicherheiten, Bauruinen, Spekulationen und Phantasieprojekte zu Ende, erklärte Kaspar Widmer, Gemeindepräsident von Weggis.

Spatenstich für das rund 30 Millionen Franken teure Bad war 2009. Die Bauarbeiten auf 1450 Meter Höhe waren nicht einfach und im Winter nur reduziert möglich. Das Material musste mit der Zahnradbahn nach Rigi Kaltbad transportiert werden.

Die Rigi-Bahnen hoffen, dass mit der neuen Attraktion noch mehr Ausflügler auf die "Königin der Berge" fahren werden - vor allem bei schlechtem Wetter. Bahndirektor Peter Pfenniger rechnet mit zusätzlichen Frequenzen von 3 bis 5 Prozent.

SDA-ATS