Die Mobiliar wächst im ersten Halbjahr weiter und erwirtschaftet mehr Gewinn. Besonders gut läuft das Geschäft der genossenschaftlich verankerten Gruppe in der grösseren Nichtlebensparte. Rückenwind gab es zudem von den Finanzmärkten.

In den Monaten Januar bis Juni erhöhte sich das Prämienvolumen der Mobiliar laut Mitteilung vom Donnerstag um 4,0 Prozent auf 2,75 Milliarden Franken. Der konsolidierte Gewinn nahm gar um 11 Prozent auf 293,3 Millionen zu.

Starkes Nichtlebengeschäft

Zulegen konnte die Mobiliar vor allem in der Schadenversicherung, wo die Einnahmen um 4,7 Prozent auf 2,26 Milliarden Franken kletterten. Da sei man erneut schneller als der Gesamtmarkt gewachsen und habe so die Position am Markt ausgebaut, hiess es. Die Sparte verbesserte das Ergebnis auch dank einer tiefen Schadenlast um 10 Prozent auf 267,2 Millionen.

Im Segment Privatpersonen habe das Rechtsschutzgeschäft am stärksten zugelegt, gefolgt vom Mietkautionsgeschäft. In der hart umkämpften Motorfahrzeugversicherung wuchsen die Prämieneinnahmen mit 2,2 Prozent. Im Geschäft mit Unternehmenskunden hätten derweil erneut die Personenversicherungen am meisten zum Wachstum beigetragen. Und auch das Geschäft mit KMU sei gut gelaufen.

Im Lebengeschäft nahm das Volumen mit 1,2 Prozent auf 485,7 Millionen Franken weniger stark zu als im Nichtlebenteil. Gewachsen sei man mit dem Verkauf von Produkten der privaten Vorsorge, im Geschäft mit der beruflichen Vorsorge gingen die Einnahmen zurück.

Einen wesentlichen Beitrag zum Gewinn lieferten die Kapitalanlagen der Mobiliar. Diese steuerten im ersten Halbjahr 234,8 Millionen Franken zum Ergebnis bei, das sind rund 35 Millionen mehr als im letzten Jahr. Die Rendite auf den zu Buchwerten bewerteten Anlagen erhöhte sich leicht auf 1,3 Prozent.

Neues Mieterportal

Derweil investiert die Mobiliar weiter in die digitale Transformation der Gruppe. Das vor einem Jahr gestartete Programm sieht im Zeitraum von fünf Jahren Investitionen von 250 Millionen Franken vor. Man sei auf Kurs, hiess es. Von den 150 in Bereichen wie Software-Entwicklung oder Business- und Datenanalyse ausgeschriebenen Stellen konnten inzwischen rund 90 Prozent besetzt werden.

Zudem lanciert die Mobiliar mit dem Berner Software-Unternehmen Garaio REM das Mieterportal "aroov". Die digitale Plattform biete den Mietern einen direkten Zugang zur ihrer Immobilienverwaltung. Man könne sich über "aroov" künftig digital für eine Wohnung bewerben, den Vertrag unterzeichnen oder allfällige Schäden melden, schreibt die Mobiliar.

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