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Tally Elfassi-Weijl und Beat Grüring, die Gründer des Textilunternehmens Tally Weijl. (Archiv)

Keystone/GEORGIOS KEFALAS

(sda-ats)

Zalando, H&M oder Zara - grosse Modegeschäfte setzen längst auf den weltweiten Online-Handel. Nun will sich auch die Basler Modekette Tally Weijl stärker am Internet orientieren. Auch auf Kosten von Ladenschliessungen.

"Wir haben in den letzten Jahren viel investiert, zwischen 15 und 20 Millionen Franken", sagte Mitgründer Beat Grüring in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der "Basler Zeitung".

Vor über zehn Jahren gründete das Unternehmen ein Social-Media-Team. Dort sei man früh eingestiegen. Beim Online-Handel hingegen eher spät. Doch jetzt sei man weit fortgeschritten. Die Online-Verkäufe würden zwar noch einen kleinen Teil ausmachen, doch dieser wachse stetig.

Auch mit den grossen Modehäusern im Online-Markt wie etwa Zalando will das Unternehmen zusammenarbeiten. "Mit einigen von ihnen verhandeln wir, um auf deren Plattformen zu verkaufen", sagte Grüring. Es werde neue Kooperationen geben, die man sich heute noch gar nicht vorstellen kann.

Neue Märkte

Mit der stärkeren Ausrichtung auf den Online-Markt werden einige Tally-Weijl-Läden ihre Türen schliessen. Das Konsumverhalten ändere sich, sagte Grüring. Tally Weijl werde deshalb in Zukunft weniger Shops den haben als bisher und mehr Online-Verkäufe.

In Basel würde man ebenfalls langfristig nicht drei Läden brauchen. Und das obwohl die Modekette gerade den neuen Flagship-Store in Basel einweiht. Dabei gehe es um das Image der Marke, heisst es. Der Schweizer Markt sei sehr wichtig. Fast 15 Prozent des Umsatzes würden im Heimmarkt generiert.

Ziel sei es, die Läden mit der digitalen Welt zu vernetzen. Das gebe auch grosse Vorteile, um in andere Märkte zu gehen. So zum Beispiel in Frankreich. Dort könne man online aggressiver sein und ohne grosse zusätzliche Fixkosten expandieren.

Keine Männerkollektion

Am Kleidersortiment will die Modekette hingegen festhalten. Die Läden seien im Durchschnitt weniger als 250 Quadratmeter gross und schränkten die Möglichkeiten ein. Man könne nicht auch noch Brautmode anbieten oder Grössen über 42.

Auch eine Männerkollektion ist nicht geplant. Man habe wirklich genug zu tun mit Frauen, sagte Mitbegründerin Tally Elfassi-Weijl. "Wir sprechen eher extrovertierte Mädchen an und diejenigen, die eine spezielle Art von Fun haben." Es sei eine der grossen Stärken des Unternehmens, dass man sich immer treu geblieben sei.

Aktuell zählt Tally Weijl 800 Shops in 37 Ländern. Am Hauptsitz in Basel arbeiten 250 Personen. Am Mittwoch und Donnerstag feiert das Unternehmen die Eröffnung des neuen Flagship-Stores am Marktplatz in Basel.

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SDA-ATS