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Mit der Ausstellung "Akbars goldenes Erbe" zeigt das Museum Rietberg in Zürich 82 Blätter aus seiner umfangreichen Sammlung indischer Malerei. Entstanden sind die farbenfrohen und detailreichen Exponate im 16. und 17. Jahrhundert an den Mogul-Höfen Nordindiens.

Die aus Zentralasien stammenden muslimischen Moguln haben die Macht in Nordindien Anfang des 16. Jahrhunderts übernommen. Akbar der Grosse, Enkel von Babur, dem ersten Mogulkaiser, war ein besonders weltoffener, aber auch cleverer Herrscher. Er regierte von 1556 bis 1605, förderte Kunst, Dichtung und Architektur, interessierte sich für die Vielfalt der Religionen und verstand es mit viel diplomatischem Geschick, seine Macht zu vergrössern.

In seinem Maleratelier beschäftigte Akbar weit über 100 Künstler, viele von ihnen persischer Herkunft. Ihre Aufgabe war es, die Texte von Büchern mit höfischen, religiösen oder literarischen Inhalten zu illustrieren. Das konnten Fabelsammlungen sein, hinduistische Texte wie das Ramayana oder eine Lebensgeschichte Christi.

Die Anregung, beim Eingang eine Lupe zur Hand zu nehmen, sollte Folge geleistet werden. Nur so ist es möglich, die feinen Details (zum Beispiel individueller Gesichter), die sich in manchen der kleinformatigen Illustrationen verbergen, auch tatsächlich zu erkennen. Durch die Lupe verstärkt sich aber auch die Leuchtkraft der von den Künstlern verwendeten Pigmente.

www.rietberg.ch/akbar.

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SDA-ATS