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Mahnwache für den von einem weissen Polizisten getöteten 15-jährigen schwarzen Jugendlichen in Balch Springs, Texas. (Archiv)

Keystone/AP/TONY GUTIERREZ

(sda-ats)

Nach tödlichen Schüssen auf einen 15-jährigen Schwarzen im US-Bundesstaat Texas hat sich ein weisser Polizist gestellt. Der 37 Jahre alte Mann wurde am Freitag (Ortszeit) in ein Gefängnis westlich von Dallas gebracht und muss sich wegen Mordes verantworten.

Dies teilten die Behörden mit. Offiziellen Angaben zufolge wurde der Polizist jedoch wieder freigelassen, nachdem er eine Kaution in Höhe von 300'000 Dollar hinterlegte.

Das Sheriffbüro von Dallas County hatte zuvor Haftbefehl wegen Mordes gegen den Polizeibeamten ausgestellt. Der weisse Beamte hatte Ende April mehrere Schüsse in ein mit Jugendlichen besetztes Auto abgefeuert und den 15-jährigen tödlich verletzt.

Laut der Zeitung "Dallas Morning News" waren der Polizist und ein Kollege nach einem Hinweis im Einsatz, dass Jugendliche bei einer Party in einem Vorort von Dallas unerlaubt Alkohol tranken. Das spätere Todesopfer und vier Freunde stiegen in ihr Auto, nachdem in der Nähe Schüsse zu hören waren. Der Polizist schoss mit einem Gewehr in den Wagen und traf den 15-Jährigen in den Kopf.

Dem Zeitungsbericht zufolge hatte die Polizeibehörde zunächst erklärt, der Polizist habe geschossen, weil das Auto im Rückwärtsgang auf ihn zufuhr. Auswertungen von Körperkameras ergaben dem Bericht zufolge dann jedoch, dass das Auto vom Polizisten wegfuhr, als er die tödlichen Schüsse abfeuerte.

Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze hatten in den vergangenen Jahren in den USA wiederholt für Empörung und Aufruhr vor allem in der afroamerikanischen Bevölkerung gesorgt.

Insgesamt wurden einem Bericht der "Washington Post" zufolge in diesem Jahr bereits 339 Menschen in den USA von Polizisten getötet, der 15-Jährige war das bislang jüngste Opfer.

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SDA-ATS