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Am zweiten Jahrestag des Flugzeugunglücks von Smolensk hat sich Russland bereiterklärt, Polen die Wrackteile der abgestürzten Präsidentenmaschine zu übergeben. Voraussetzung sei aber, dass die Ermittlungen abgeschlossen seien.

"Die russische Seite ist von nun an bereit, das Verfahren zur Rückgabe der Trümmer in Gang zu setzen", erklärte die russische Untersuchungskommission am Dienstag zu dem Unglück. Diese "materiellen Beweise" könnten jedoch erst nach dem Ende der Ermittlungen nach Polen gebracht werden.

Bei dem Absturz nahe der russischen Stadt Smolensk waren am 10. April 2010 alle 96 Insassen der polnischen Präsidentenmaschine ums Leben gekommen, darunter der damalige Staatschef Lech Kaczynski.

Vergangenen Sommer gab eine polnische Untersuchungskommission der eigenen Seite die Hauptschuld an dem Unglück. Wesentlicher Grund war demnach die mangelnde Ausbildung der Besatzung.

Das Unglück verschärfte die Gräben in der polnischen Politik. Die Nationalisten des Landes werfen der liberalen Regierung und den russischen Behörden vor, für das Unglück verantwortlich zu sein, und sprechen gar von einem Anschlag.

Protestführer Kaczynski

In Warschau gingen denn am Dienstag auch 1000 Nationalisten auf die Strasse. Einer ihrer Anführer, der Vorsitzende der nationalkonservativen Oppositionspartei für Recht und Gerechtigkeit (PiS) und Zwillingsbruder des getöteten Staatschefs, Jaroslaw Kaczynski, führte den Protest vor dem Präsidentenpalast in Warschau an.

Die Demonstranten boykottierten die offiziellen Feierlichkeiten zum Jahrestag. Bereits am Montagabend hatten hunderte Nationalisten vor der russischen Botschaft in Warschau demonstriert.

SDA-ATS