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Mit ihrem Job sind die meisten Pöstlerinnen und Pöstler zufrieden und sie packen an. An ihren obersten Chefs und deren Plänen dagegen habe sie immer weniger Freude. Das zeigt die jüngste Personalumfrage der Post. (Symbolbild)

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

(sda-ats)

Die Angestellten der Post gehen mit Freude zur Arbeit, doch mit ihren obersten Chefs und deren Entscheiden über die Zukunft der Post sind sie in zunehmenden Masse nicht mehr einverstanden. Das ergab die jüngste Umfrage der Post unter ihrem Personal.

Das Engagement der rund 47'000 Mitarbeitenden in 15 Ländern des Konzerns sei mit 81 Punkten weiter hoch, wenn auch einen Punkt tiefer als noch 2016, schreibt die Schweizerische Post am Mittwoch in einer Mitteilung unter dem Titel "hohes Engagement trotz grosser Veränderungen". Knapp 80 Prozent der Mitarbeitenden hätten an der Personalumfrage 2017 teilgenommen.

Mit den Veränderungen und der Strategie der Post scheint vielen nicht mehr ganz wohl zu sein. Die Unterstützung durch das Personal an der Postführung "erodiert", stellte die Gewerkschaft syndicom in ihrer Mitteilung fest. "In der Personalumfrage der Post bricht die Zufriedenheit mit dem Management und ihrer Strategie regelrecht ein und fällt auf den tiefsten Wert seit Jahren."

Gemäss den von der Post veröffentlichten Zahlen sank die Zufriedenheit mit dem Management im Vergleich zum Vorjahr um einen Punkt auf 70 Punkte. Einen Punkt tiefer lag auch die Personalzufriedenheit (73 Punkte). Bei der Strategie sank der Wert innerhalb eines Jahres um vier Punkte auf 63 Punkte.

Postumbau verunsichert

Die Post schreibt, die tieferen Werte seien auf die internen Umstrukturierungen zurückzuführen. Die Post befinde sich "in einem grundlegenden Wandel" und "in einem hart umkämpften Markt". Dabei treibe die Post "die Weiterentwicklung ihrer Dienstleistungen und Produkte konsequent voran", heisst es von der Konzernspitze. "Diese anspruchsvollere Marktsituation und deren Auswirkungen auf den Konzern spüren auch die Mitarbeitenden."

Die Gewerkschaft schreibt, die Angestellten hätten eine differenziertere Sichtweise als die Postführung, was sich in den Zahlen zeige. Syndicom verweist auf die Leistungsbereitschaft (86 Punkte, unverändert), die Identifikation mit dem Unternehmen (78 Punkte, minus 3 Punkte) und die Zufriedenheit mit den direkten Vorgesetzten (80 Punkte, unverändert). All diese Werte seien nach wie vor sehr hoch.

Die Postführung stelle sich aber weiter taub. "Die Strategie muss ganz offensichtlich nur dem Ehrgeiz der Konzernleitung genügen. Weder die Ansprüche der Bevölkerung und der Politik, noch jene des Personals spielen für die Konzernleitung eine Rolle", wird Matteo Antonini, stellvertretender Sektorleiter Logistik bei syndicom, im Communiqué zitiert.

Post begleitet Betroffene

Das will die Post nicht gelten lassen: Dass der Umbau den Angestellten viel abverlangt, ist dem Management bewusst. Gerade die von den Veränderungen betroffenen Bereiche zeigten denn auch die stärkste Abnahme der Punktwerte, insbesondere bei den Faktoren Engagement und Bereichsfitness, schreibt die Post.

Unter dem Begriff Bereichsfitness fragt die Personalabteilung nach Faktoren wie der Strategie, dem Management, Information und Kommunikation, Veränderung und Innovation, Zusammenarbeit und Weiterentwicklung.

Derzeit gleich die Post einer Grossbaustelle. Nebst dem starken Abbau des Postnetzes werden die Managementbereiche Finanzen, Kommunikation und Personal sowie die ICT und die PostFinance reorganisiert. Die Mitarbeitenden würden "sehr eng" begleitet, wurde Valérie Schelker, Leiterin Post-Personal, zitiert.

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SDA-ATS