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Einst war sein Wort Gesetz in Ägypten, jetzt muss sich Ex-Präsident Husni Mubarak selbst vor dem Gesetz verantworten. Und während Mubarak im Spital vernommen wird, füllen sich die ägyptischen Gefängnisse mit ehemaligen Politikern und bekannten Geschäftsleuten.

Schon am Dienstag sollen Mubarak und seine beiden Söhne erstmals vor Gericht erscheinen. Ägyptische Medien berichteten am Donnerstag, der Geschäftsmann und frühere Parlamentarier Murtada Mansur sei verhaftet worden.

Er stehe im Verdacht, die Schlägertrupps organisiert zu haben, die am 2. Februar mit Kamelen und Pferden mitten in die Menge der Anti-Mubarak-Demonstranten auf dem Kairoer Tahrir-Platz geritten waren.

An der Planung dieser "Kavallerie-Attacke" sollen nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft auch Safwat al-Scharif und Scherif Wali, zwei Funktionäre der damaligen Regierungspartei NDP, beteiligt gewesen sein. Die beiden Männer wurden bereits vernommen.

Vorwürfe zurückgewiesen

Mubarak selbst habe bei den Vernehmungen im Spital in Scharm-el-Scheich jede Beteiligung an den tödlichen Angriffen auf Demonstranten von sich gewiesen, hiess es.

Der 82 Jahre alte Ex-Präsident sagte den Angaben zufolge, er habe während der Proteste nur einmal mit Innenminister Habib al-Adli gesprochen. Er habe Adli aufgefordert, beim Umgang mit den Demonstranten "vorsichtig" vorzugehen.

Mubarak erklärte, er selbst habe die Armee angewiesen, Soldaten zum Schutz der Zivilisten auf den Strassen der Städte einzusetzen. Er habe vier Tage nach Beginn der Demonstrationen seinen Rücktritt erklären wollen, fügte er hinzu.

Sein Bürochef Sakarija Asmi und andere Berater hätten ihm jedoch davon abgeraten. Sie hätten gesagt, die Ägypter wollten nicht den Rücktritt ihres Präsidenten. Sie wollten lediglich Reformen und eine neue Regierung.

Schon am Dienstag vor Gericht

Mubarak und seine beiden Söhne Gamal und Alaa, die inzwischen im Tora-Gefängnis ausserhalb von Kairo sitzen, sollen am kommenden Dienstag in Kairo erstmals vor Gericht erscheinen. Den drei Männern wird illegale Bereicherung vorgeworfen. Der Ex-Präsident soll ausserdem an der Planung von Attacken auf Demonstranten während der Revolution beteiligt gewesen sein.

Seit Mittwoch sind Mubarak und seine Söhne Untersuchungshäftlinge, wobei der Vater aus gesundheitlichen Gründen vorerst im Spital bleiben darf.

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SDA-ATS