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Keine 24 Stunden nach seinem letzten Spiel als Trainer des FC Schaffhausen nimmt Murat Yakin seine Arbeit bei den Grasshoppers auf. Dem Super-League-Neunten will er eine Winnermentalität einimpfen.

Bei seiner Rückkehr am Montag auf den GC-Campus in Niederhasli traf Murat Yakin nicht nur auf Altbekanntes, sondern auch auf Neues. "Ich war schon etwas überrascht über die vorhandene Technik", sagte Yakin, der von 2007 bis 2009 als Assistent von Hanspeter Latour und als Trainer der U21 gewirkt hatte.

In einer Zeit, wo der Begriff Laptop-Trainer zum Modewort verkommen ist und die Wissenschaft auch den Regionalfussball erreicht hat, bildet der 42-Jährige einen wohltuenden Gegensatz. "Ich verlasse mich auf meinen Instinkt", sagte Yakin. Sein Arbeitsplatz sei auf dem Feld. "Da fühle ich mich wohl."

Auf seinen Instinkt, sein Bauchgefühl und sein Herz hatte der ehemalige Schweizer Internationale auch bei der Anfrage seines früheren Arbeitgebers gehört. GC sei für ihn eine Herzensangelegenheit, sagte Yakin, der seine Profi-Karriere als Spieler 1992 bei den Zürchern begann und mit ihnen als erster Schweizer Klub in der Champions League spielte. Er sei froh gewesen, dass er nach der Anfrage nicht viel Zeit gehabt habe, um sich zu entscheiden, so Yakin. "Nun bin ich happy und froh, dass alles so aufgegangen ist."

Der neue Hoffnungsträger

Yakin gilt als Hoffnungsträger im Umfeld des Schweizer Rekordmeisters, der in den letzten Jahren weniger durch sportliche Erfolge, als vielmehr durch personelle Wechsel, mangelhafte Kommunikation und der stetigen Suche nach potenziellen Geldgebern in die Schlagzeilen geriet. Das bislang letzte Kapitel der turbulenten und wenig ruhmreichen letzten Jahre bildete die stillose Entlassung von Carlos Bernegger am vergangenen Donnerstag.

Yakin selbst hält nicht viel von früheren Erfolgen oder einer ruhmreichen Vergangenheit. "Titel sind vergänglich. Ich bin nicht einer, der zuhause die Pokale abstaubt", so der 42-jährige Basler, der als Spieler und Trainer mit GC und Basel insgesamt sieben Mal den Meisterpokal in die Höhe stemmte. Yakins Blick ist nach vorne gerichtet. Trotz der Turbulenzen der letzten Jahre sind aus seiner Sicht das Potenzial und die Infrastruktur beim 27-fachen Meister vorhanden, um erfolgreich zu arbeiten.

Zugänglich und fordernd

In den ersten Tagen geht es für Yakin darum, in einem dreitägigen Trainingslager in St. Anton Staff und Spieler besser kennenzulernen. Dank den WM-Qualifikationsspielen hat er knapp zwei Wochen Zeit, ehe am 10. September zuhause gegen Sion der erste Ernstkampf ansteht.

Ob es bis dann zu Retuschen im 28-Mann-Kader kommen wird, liess Yakin, der sich selbst als "zugänglich und fordernd" charakterisiert, offen: "Die derzeitige Grösse des Kaders macht mir nichts aus."

Mit einer konkreten Zielsetzung hält sich der frühere Innenverteidiger zurück. Dass schnelle Erfolge gefragt sind, weiss Yakin. Die Zürcher liegen mit fünf Punkten aus sechs Spielen nur auf Platz 9 der Tabelle. "Jedes Spiel ist wie ein Cupspiel. Es kann nur aufwärts gehen", so Yakin.

Ihm gehe es in erster Linie darum, der Mannschaft schnellstmöglich eine Winnermentalität zu vermitteln. Dass er dies schaffen wird, daran zweifelt Yakin nicht. Bislang habe er mit jeder Mannschaft etwas bewegen können. "Letztlich ist es aber überall dasselbe. Man wird an den Resultaten gemessen", so Yakin. "Aber mit Druck kann ich umgehen."

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SDA-ATS