Navigation

Musik, Trachten und Brauchtum an 100-Jahr-Feier des Jodlerverbands

Dieser Inhalt wurde am 08. Mai 2010 - 19:23 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Bundesrat Hans-Rudolf Merz hat in Bern dem Eidgenössischen Jodlerverband zu dessen 100-jährigen Bestehen gratuliert. Umgeben von Jodlern, Alphornbläsern und Fahnenschwingern würdigte Merz den Einsatz des Verbandes für Gesellschaft und Kultur in der Schweiz.
Als der Bundesrat zum Rednerpult mitten in der PostFinance-Arena schritt, bildeten die rund 500 Mitwirkenden eine überdimensionale Schweizer Fahne. Dazu spannten sie um die kleine Hebebühne herum rote und weisse Regenschirme auf.
Ein Jodel sage mehr als tausend Worte, sagte der Bundesrat in seiner Rede. "Doch dieser Gesang entspringt nur vordergründig Kehlkopf und Stimmbändern. In Wahrheit entstammt er der Seele selbst." So drücke sich im Jodel immer auch die Befindlichkeit der Singenden aus, sagte Merz.
Es gebe nicht nur den fröhlichen, sondern auch den trotzigen Juchzer. Wenn zum Beispiel den Appenzeller Bauern etwas Ungnägiges zustosse, dann antworteten sie bisweilen mit einem Jutz. "So jauchzen sie sich ihr Unbill gewissermassen von der Seele weg", sagte Merz.
Der Finanzminister spornte die Mitglieder des Verbands an, "weitere 100 Jahre jodlerische Präsenz zu markieren" und der Schweiz ihren "musikalischen Stempel aufzudrücken". Mit einem herzhaften Juchzer schloss Merz seine Rede.
Der Eidgenössische Jodlerverband (EJV) wurde vor exakt 100 Jahren, am 8. Mai 1910, in Bern gegründet.
Der Festakt wurde mit Jodelgesang, Alphornklängen und Blasmusik untermalt. Als Höhepunkt stand die "Älplerchilbi" am Abend, ebenfalls im Berner Eisstadion, auf dem Programm.
Neben den Jodlern, Alphornbläsern und Fahnenschwingern nahmen am Jubiläumsabend auch Hornusser, Schwinger, Ländlermusik-Formationen sowie diverse Trachtengruppen teil.
Beim Jubiläumsanlass kam die Musik ab Band, bestätigte EJV-Sprecher Werner Grossniklaus. Es sei unmöglich, die vielen Mitwirkenden mit Mikrophonen auszurüsten. Auch sei die Halle zu gross.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?