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Die Muslimbruderschaft will vom ägyptischen Übergangspräsidenten Adli Mansur angeregte Versöhnungstreffen boykottieren. Das erklärte ein Sprecher der Islamisten, aus deren Reihen der Anfang Juli vom Militär gestürzte Präsident Mohammed Mursi stammt, am Dienstagabend, wie die Zeitung "Al-Ahram" online berichtete.

Auch die mit den Muslimbrüdern verbündeten Gruppen würden sich dem Dialog verweigern. Der Sprecher begründete die Haltung damit, dass sie die Übergangsregierung nicht anerkennen würden. Mansur hatte angesichts der tiefen Spaltung der ägyptischen Gesellschaft in einer Fernsehansprache am Dienstag erneut zu einer nationalen Aussöhnung aufgerufen.

Bei Krawallen in Ägyptens Hauptstadt Kairo wurden am frühen Mittwochmorgen zwei Menschen getötet. Das teilte die Muslimbruderschaft auf ihrer Internet-Seite mit. Auch in Sicherheitskreisen war von zwei Toten die Rede. Anhänger des gestürzten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi hatten sich erneut versammelt und seine Freilassung gefordert.

Mursis Familie plant rechtliche Schritte

Erst am Dienstag waren bei Zusammenstössen zwischen Anhängern und Gegnern Mursis nach amtlichen Angaben neun Menschen getötet worden. Mindestens 33 weitere seien verletzt worden, berichtete die staatliche Zeitung "Al-Ahram". Die Polizei habe Tränengas eingesetzt, um die Gewalt zu unterdrücken.

Vor den Krawallen hatte Mursis Familie angekündigt, gegen Verteidigungsminister Abdel Fattah al-Sissi rechtliche Schritte wegen der Absetzung des gewählten Staatsoberhauptes und dessen Inhaftierung einzuleiten.

Die Muslimbrüder, die Mursi 2012 zur Macht verholfen haben, werfen der Armee vor, sie habe gegen den Präsidenten geputscht. Sie wollen solange demonstrieren, bis Mursi wieder im Amt ist.

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SDA-ATS