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Der italienische Journalist Valter Lavitola, der in einen ausgedehnten Skandal um die Erpressung des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi involviert ist, ist am Montag verhaftet worden.

Lavitola, Chefredaktor der Tageszeitung "L'Avanti", wurde auf dem römischen Flughafen Fiumicino festgenommen, nachdem er sich nach einer mehrmonatigen Flucht im Ausland zur Rückkehr nach Italien entschlossen hatte, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Der 45-Jährige landete an Bord einer Maschine aus Buenos Aires.

Lavitola wird verdächtigt, mit dem Unternehmer Giampaolo Tarantini Berlusconi erpresst zu haben, der damals noch als Premier amtierte. Tarantini hatte 2008 mehrere junge Frauen in die Residenz des Regierungschefs eingeladen. Für die Aussage, Berlusconi habe nicht gewusst, dass es sich um Prostituierte handelte, erhielt Tarantini laut den Ermittlern eine halbe Million Euro.

Das Geld soll von Lavitola überbracht worden sein, der zudem einen Teil der Summe kassiert haben soll. Der Journalist habe Tarantini zur Bestechung Berlusconis geraten. "Wir müssen Berlusconi unter Druck setzen", sagte Lavitola in einem von den Ermittlern abgehörten Telefongespräch.

Die Staatsanwaltschaft Neapels erliess im September einen Haftbefehl gegen Lavitola, der sich jedoch im Ausland befand und sich monatelang der Festnahme entzog. Über einen Rechtsanwalt versicherte der Angeklagte, dass er unschuldig sei.

Berlusconi dementierte, dass er Tarantini infolge einer Erpressung bezahlt habe. "Ich habe lediglich Tarantini und seiner Familie geholfen, die sich in grossen finanziellen Schwierigkeiten befanden. Ich habe nichts Illegales getan", betonte er.

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SDA-ATS