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Die mexikanische Polizei hat einen mutmasslichen Drahtzieher des Massakers an 72 Migranten im Jahr 2010 gefasst. Der 56-Jährige wurde nach Behördenangaben in einem Spital im Bundesstaat Tamaulipas im Norden des Landes festgenommen.

Der Verdächtige soll der örtliche Anführer des Verbrechersyndikats Los Zetas sein. Die Bande hatte 2010 in San Fernando 72 Migranten vor allem aus Mittelamerika getötet. Überlebende berichteten, die Opfer seien ermordet worden, weil sie sich geweigert hatten, für die Zetas zu arbeiten.

Wegen der Tat wurden bislang bereits über 30 Verdächtige festgenommen. Das Massaker gilt als eines des schwersten Verbrechen im mexikanischen Drogenkrieg.

Los Zetas wurden von desertierten Elitesoldaten gegründet und dienten zunächst dem Golf-Kartell als bewaffneter Arm. Später machte sich die Gruppe selbstständig und gründete eine Art kriminelles Franchise-System.

Die Bande ist vor allem im Osten und Norden des Landes aktiv. Los Zetas gelten selbst innerhalb der mexikanischen Unterwelt als ausgesprochen brutal und sind in Drogen- und Menschenhandel sowie Schutzgelderpressung und Benzindiebstahl verwickelt.

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SDA-ATS