Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Neue Erkenntnisse nach der Tötung eines Polizisten in Schafhausen: Der mutmassliche Schütze, der im Besitz einer Armeewaffe war, hat nach der Ausmusterung aus medizinischen Gründen seine Ausrüstung und seine Dienstwaffe nicht zurückgegeben.

Der mutmassliche Täter war 2007 aus medizinischen Gründen aus der Armee entlassen worden, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Freitag mitteilte. Ordentlich abgerüstet wurde er aber nicht. Der Mann sei nach der Ausmusterung nie aufgeboten worden, um die militärische Ausrüstung zurückzugeben, führte Armeesprecher Daniel Reist dazu aus.

Widersprüche

Welche Stelle für das Aufgebot zuständig gewesen wäre, darüber gibt es keine Einigkeit. Laut Reist wäre das Aufgebot Sache des Kreiskommandos im Kanton Bern und der Logistikbasis der Armee gewesen. Weshalb es dem Tatverdächtigen nicht zugestellt wurde und wo der Fehler in diesem Fall liege, werde nun abgeklärt.

Das Berner Kreiskommando widerspricht der Darstellung der Armee. Weil der Verdächtige aus medizinischen Gründen für untauglich erklärt worden sei, seien das Aufgebot zur Abrüstung und die Abrüstung Aufgabe der Bundesstellen, teilte der stellvertretende Kreiskommandant Hansjörg Christ mit. Nur bei normalen Entlassungen aus der Armee sei das Kreiskommando involviert.

Generell lässt Armeechef André Blattmann nach dem Tötungsdelikt von Schafhausen den Prozess der Abrüstung von medizinisch untauglich erklärten Armeeangehörigen überprüfen. Es gehe um rund 40'000 Dossiers aus den vergangenen zehn Jahren, sagte Reist dazu. Abgeklärt wird auch, ob es vergleichbare Fälle gibt.

Der mutmassliche Schütze hatte in der Armee den Rang eines Korporals bekleidet. Laut dem Sprecher war er von 1998 bis 2004 zu Wiederholungskursen eingerückt.

Armeewaffe am Tatort

Ermittlungen der Berner Kantonspolizei ergaben inzwischen, dass die in Schafhausen sichergestellte Pistole eine Armeewaffe war und dem Schützen gehörte.

Ob es sich um die Tatwaffe handelt, wird laut einer Mitteilung der Polizei erst in einigen Tagen bekannt sein. Nach ihren Angaben handelt es sich um eine Pistole, die der mutmassliche Schütze im Rahmen seines Armeedienstes erhalten hatte.

Das Drama hatte sich am Dienstag in Schafhausen im Emmental abgespielt. Als zwei Polizisten für eine Zwangsräumung eine Wohnungstür öffnen wollten, fielen unvermittelt Schüsse. Ein 39-jähriger Polizist wurde durch zwei Schüsse getötet. Der mutmassliche Täter, der 35-jährige Wohnungsmieter, wurde verhaftet.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










SDA-ATS