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Das Strafgericht in Lausanne hat am Freitag ein mutmassliches Mitglied der Räuberbande Pink Panther zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Der 38-jährige Serbe wirkte bei zwei Überfällen auf Bijouterien in Lausanne und Schaffhausen als Fahrer.

Der Mann wurde wegen qualifizierten Raubs schuldig gesprochen. Nach Ansicht der Richter handelte der mutmassliche Pink Panther aus Profitgier. Er habe an brutalen Attacken, welche die Opfer in Angst und Schrecken versetzen sollten, teilgenommen.

Zudem habe er sich den Behörden gegenüber nicht kooperativ gezeigt und sich nie für die Taten entschuldigt. Der Mann hatte stets jegliche Beteiligung an den Überfällen bestritten. Die Verteidigung kündigte bereits an, das Urteil anfechten zu wollen.

Der mutmassliche Pink Panther wurde auch wegen DNA-Spuren auf den Lenkrädern der Autos überführt. Zudem war er einige Tage vor dem Überfall in Schaffhausen von der Videokamera der Bijouterie aufgezeichnet worden.

Beute von 2,3 Millionen Franken

Zu den Überfällen kam es im März 2011 in Schaffhausen sowie im April 2010 im Fünf-Sterne-Hotel Beau-Rivage Palace in Lausanne. Die Beute belief sich auf rund 2,3 Millionen Franken.

Die Bande Pink Panther stammt aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens. Sie wird für über hundert Einbrüche und Raubüberfälle auf Schmuckgeschäfte in ganz Europa verantwortlich gemacht.

Im September war in Genf bereits ein anderes mutmassliches Mitglied der Bande zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Der 39-jährige Montenegriner war des zweifachen schweren Raubes und des zweifachen schweren Raubversuchs angeklagt.

Den Spitznamen Pink Panther erhielten die Räuber von britischen Ermittlern, die einen gestohlenen Edelstein in einem Tiegel Gesichtscreme fanden - wie die Polizei in der Krimikomödie mit Peter Sellers von 1963.

SDA-ATS