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Stans - Die Nidwaldner Staatsanwaltschaft hat gegen die Mutter eines der beiden Opfer des Gerlibach-Dramas Anklage erhoben. Der 45-Jährigen droht eine Freiheitsstrafe von 14 Monaten bedingt. Beim Unglück im Sommer 2009 waren zwei Kinder im reissenden Gerlibach ertrunken.
Die Mutter muss sich wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung sowie der Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht verantworten, wie der Nidwaldner Oberstaatsanwalt André Wolf am Montag sagte. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "NZZ am Sonntag".
Wolf fordert eine Freiheitsstrafe von 14 Monaten bedingt bei einer Probezeit von drei Jahren. Der Strafrahmen für die in der Anklage erhobenen Vorwürfe geht gemäss Wolf bis zu einer Freiheitsstrafe von maximal viereinhalb Jahren.
Der zum Zeitpunkt des Unglücks 43-jährigen Frau droht allerdings keine Höchststrafe. Ein psychiatrisches Gutachten hatte ihr bereits in der Voruntersuchung eine verminderte Schuldfähigkeit attestiert.
Der Präsident des Kantonsgerichtes Nidwalden, Marcus Schenker, bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA den Eingang der Anklage per Ende Jahr. Der Prozess werde voraussichtlich im kommenden Frühling stattfinden.
Zwei Kinder von Bach mitgerissenDas Gerlibach-Drama am 17. Juli 2009 hatte schweizweit grosse Aufmerksamkeit erregt. Die Angeklagte hatte ihrer elfjährigen Tochter einen sechs Monate alten Knaben und dessen vierjährige Schwester anvertraut.
Das Mädchen sollte die beiden Kinder von Luzern aus allein nach Hause ins nidwaldnerische Wolfenschiessen bringen. Auf dem Fussweg von der Bahnstation Grafenort nach Wolfenschiessen wurden den drei Kindern eine Furt durch den Gerlibach zum Verhängnis.
Der durch ein heftiges Unwetter stark angeschwollene Gerlibach riss das elfjährige Mädchen und das Baby samt Kinderwagen mit. Das vierjährige Mädchen konnte sich in Sicherheit bringen und Hilfe holen.
Im Oktober 2009 wurde im Mündungsdelta der Engelberger Aa in Buochs die Leiche des elfjährigen Mädchens gefunden. Vom Knaben fehlt bis heute jede Spur.

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SDA-ATS