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Nach dem Seebeben vor der griechischen Insel Kos kehrt langsam die Normalität zurück. Am Tag danach sind zwar vor allem in der Altstadt einige Schäden sichtbar, doch sind viel weniger Gebäude beschädigt, als ein Beben der Stärke 6,6 vermuten liesse. (Archiv)

Keystone/EPA ANA-MPA/YANNIS KOLESIDIS

(sda-ats)

Einen Tag nach dem starken Seebeben mit zwei Toten und mehr als 120 Verletzten beruhigt sich die Lage auf der griechischen Ferieninsel Kos allmählich. Am frühen Samstagmorgen legte die erste Fähre vom griechischen Festland im Hafen Kéfalos im Westen der Insel an.

Das teilte die Küstenwache mit. Wegen der Schäden im Fährhafen von Kos wird der kleine Hafen in Kéfalos als Notlösung benutzt.

Nach Angaben des Zivilschutzes sind viel weniger Gebäude beschädigt, als ein Beben der Stärke 6,6 vermuten lasse. Nach einer ersten Bilanz weisen 87 Gebäude Schäden auf. Zwei der mehr als 200 Hotels und Pensionen mussten evakuiert werden.

Die Touristen seien in anderen Hotels untergebracht worden, teilten die Behörden mit. Das Archäologische Museum der Insel müsse wegen leichter Schäden für einige Tage geschlossen bleiben, teilte das Kulturministerium mit.

Die schwersten Schäden gibt es in der Altstadt von Kos. Dort waren am frühen Freitagmorgen, als sich das Hauptbeben ereignete, zwei Touristen - ein Schwede und ein Türke - durch herabfallende Steine ums Leben gekommen.

Eine Kirche und zwei Moscheen sowie mehrere Bars des Amüsierviertels in der Altstadt wurden schwer beschädigt. Ein dreistöckiges Wohnhaus muss abgerissen werden. Dem Hauptbeben folgten Dutzende kleinere Nachbeben der Stärke zwischen 2 und 4,6. Die Seismologen erwarten eine lange Serie mit kleineren Erdstössen in den nächsten Tagen und Wochen.

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SDA-ATS