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Bern - In Pakistan haben Millionen Menschen in der Flut ihr Hab und Gut verloren. Trotz dramatischer Appelle angesichts des Ausmasses der Katastrophe halten sich die Schweizerinnen und Schweizer mit Spenden zurück.
So hat die Glückskette bislang nur 800'000 Franken gesammelt. Glückskette-Sprecherin Priska Spörri betont am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, dass jedoch in den letzten beiden Tagen die Spenden stark zugenommen hätten. "Nun sammeln wir täglich 200'000 Franken, Tendenz steigend."
Beim evangelischen Hilfswerk HEKS wiederum ist es noch zu früh für eine Aussage: Der Spendenaufruf sei gerade erst lanciert worden, sagte Sprecherin Bettina Filacanavo. Allerdings haben bereits Organisationen im Ausland die Erfahrung gemacht, dass die Spenden zögerlich fliessen.
Der Hauptgrund liege in der fehlenden emotionalen Bindung der Menschen zu Pakistan, sagt Glückskette-Sprecherin Spörri. Zudem werde das Land mit schlechten Nachrichten verbunden - Anschläge, Terrorismus, radikalislamische Taliban, Korruption.
Jede Katastrophe ist anders
Ganz anders war die Spendenbereitsschaft nach dem Tsunami in Asien 2004. Damals wurde soviel gegeben, dass Organisationen dazu aufriefen, die Gelder anderswo zu spenden. "Beim Tsunami waren Tourismusregionen betroffen. Viele Schweizerinnen und Schweizern kennen die Länder. Auch waren Schweizer unter den Opfern", erklärt Spörri das Phänomen.
Nach dem Erdbeben Anfang Jahr in Haiti wiederum wurde vor allem in der Romandie gespendet. Spörri erklärt dies damit, dass Haitianer und Romands die gleiche Sprache sprechen. "Zudem leben in der Westschweiz viele Haitianer."
Bund stockt Hilfe auf
Bereits vor Ort sind das Internationale Komitee vom Roten Kreuz sowie das Welternährungsprogramm (WFP) der UNO. Diese hatte am Mittwoch die Weltgemeinschaft aufgefordert, Pakistan sofort 459 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen.
Die Schweiz reagierte bereits und verdoppelte ihre Pakistan-Hilfszusage für das WFP auf 1 Million Franken. Für das IKRK stockte der Bund die Hilfen um 2 Mio. auf 3 Mio. Franken auf.

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SDA-ATS