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Die griechische Regierung hat die Bauernverbände des Landes zum Dialog über die umstrittene Renten- und Steuerreformen aufgerufen. Dies sei der "einzige Weg" weiterzukommen, sagte am Dienstag Regierungssprecherin Olga Gerovasili in Athen.

Landwirte riegeln seit über zwei Wochen mit ihren Traktoren wichtige Strassenverbindungen in Griechenland ab. Zudem blockieren sie wichtige Grenzübergänge nach Bulgarien.

Durch die Proteste hat die ohnehin angeschlagene griechische Wirtschaft nach Schätzungen der Athener Finanzpresse weiteren schweren Schaden genommen. Die Rede ist von mehr als 30 Millionen Euro pro Streiktag.

Mit den umstrittenen Reformen ist für die Bauern unter anderem eine Anhebung der Abgaben für die Pensionskasse von 7 auf 20 Prozent vorgesehen. Zudem soll ihre Einkommensteuer von 13 auf 26 Prozent erhöht werden.

Hafenarbeiter streiken

Auch die Hafenarbeiter protestieren gegen die Regierung und deren Privatisierungspläne. Sie begannen am Dienstag einen zweitägigen Streik; vor dem Fracht-Terminal des landesweit grössten Hafens in Piräus versammelten sich rund 500 Arbeiter.

Der Frachtverkehr wurde unterbrochen. Die Demonstranten befürchten Entlassungen und höhere Exportkosten für griechische Waren, wenn die beiden grössten Hafenanlagen in ausländische Hände fallen.

Die chinesische Cosco-Gruppe hat früheren Angaben zufolge das höchste Gebot für einen Zwei-Drittel-Anteil am Hafen von Piräus (OLP) abgegeben. Auch für die Mehrheit am Hafen in Thessaloniki gibt es eine Reihe von Interessenten.

Der Verkauf von Staatsbesitz ist ebenso wie die Rentenreform eine Bedingung für weitere Milliardenhilfen der Euro-Partner. Landesweite Streiks und Demonstrationen gegen die Sparmassnahmen hatten Anfang Februar das öffentliche Leben in Griechenland weitgehend stillgelegt.

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SDA-ATS