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Rafael Nadal ist nach drei Jahren zurück auf dem Thron. Stärker denn je und noch immer hungrig. Der zehnte French-Open-Titel könnte der Auftakt zu einem neuen Höhenflug sein.

Rafael Nadal nahm die "Coupe des Mousquetaires", den traditionellen Pokal für den Männersieger, so zärtlich in die Arme wie ein Baby. Man hätte meinen können, er halte ihn zum ersten Mal. Dabei vollbrachte der 31-jährige Spanier seine persönliche "Décima", den zehnten Titel in Roland Garros. Das hat vor ihm selbstverständlich noch keiner geschafft, dagegen nehmen sich selbst die sieben Titel von Roger Federer und Pete Sampras in Wimbledon wie Pipifax aus.

Und doch musste Nadal - für seine Verhältnisse - lange auf diesen Moment warten. Drei Jahre ist es her, dass er letztmals eine Grand-Slam-Trophäe in den Händen hielt. Nicht wenige glaubten in dieser von Knie- und Handgelenkverletzungen geprägten Zeit nicht mehr an eine Rückkehr von "Rafa". "Auch ich hatte meine Zweifel", gibt er zu. "Ich habe sie jeden Tag. Alles andere wäre arrogant, nicht?" Sie würden ihn dazu antreiben, immer weiter hart an sich zu arbeiten.

Finalverlierer Stan Wawrinka ist überzeugt: "Das ist der beste Nadal aller Zeiten." Nicht nur auf Sand, schon das ganze Jahr spiele er herausragend. In Paris gab Nadal im ganzen Turnier keinen Satz und gerade mal 35 Games ab. Überlegener war einzig Björn Borg bei seinem Sieg 1978 (32 Games). Er tat sich denn auch schwer, einen heiklen Moment im diesjährigen Turnier zu identifizieren. Aber ob er so gut sei wie nie zuvor? "Ich habe in allen Matches sehr stark gespielt, aber ich hatte schon andere gute Turniere und Jahre."

Nummer 1 im Visier

Klar ist, dass die Pause, die er im vergangenen Herbst nach dem Turnier in Schanghai einlegte, gut getan hat. Und dass der neue Coach Carlos Moya, der ebenfalls von Mallorca stammende French-Open-Champion von 1998, sofort den Draht zu Nadal gefunden hat. Er spielt wieder aggressiver und mit deutlich mehr Selbstvertrauen.

In der neuen Weltrangliste wird Nadal erstmals seit Oktober 2014 wieder auf Platz 2 erscheinen. Und er kann nun die Nummer 1 angreifen, da Andy Murray in den nächsten Monaten seinen Wimbledonsieg und viele weitere Punkte verteidigen muss. Der Spanier gibt sich zurückhaltend: "Na ja. Ich bin sicher in einer guten Position. Warum nicht?" Auf Rasen konnte er in den letzten Jahren wegen der Knieprobleme sein Potenzial aber nie mehr richtig ausspielen.

Vorerst geniesst er aber sowieso den glänzenden Abschluss der Sandsaison: "Ich habe gerade den für mich wichtigsten Event des Jahres gewonnen." Auch die Veranstalter feierten seine "Décima" ausgiebig. Das Podest der Siegerehrung war mit einer "10" dekoriert, zudem rollten über die Tribüne grosse Banner mit der Aufschrift "Bravo Rafa" und ebenfalls einer "10" im Roland-Garros-Logo. Der Sandkönig hat sein Reich zurück - und Appetit auf weitere Eroberungen.

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SDA-ATS