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Hilfe und eine Ausbildung für die Opfer der Gewalt zwischen Armee und Boko Hara: Mustaphas Schule bietet derzeit rund 540 Kindern Platz.

Keystone/Rahima Gambo

(sda-ats)

Der Nigerianer Zannah Mustapha hat den diesjährigen Nansen-Flüchtlingspreis des UNHCR erhalten. Der Lehrer gründete eine Schule für vertriebene Kinder des Konflikts mit Boko Haram und war massgeblich an der Freilassung zahlreicher Chibok-Mädchen beteiligt.

Mustapha sei in den letzten Monaten erfolgsentscheidend gewesen bei den Geiselverhandlungen über mehr als 100 Mädchen, teilte das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) am Montag mit. Im April 2014 waren insgesamt 276 Mädchen aus dem Dorf Chibok von der islamistischen Terrorgruppe gekidnappt worden.

Mustapha hatte zudem 2007 eine Schule in Maiduguri im Nordosten Nigerias gegründet, wo die Dschihadistengruppierung aktiv ist. 540 Personen nehmen dort mittlerweile am Unterricht teil - 15 Mal mehr als bei ihrer Gründung.

Die Schule sei während all der Jahre des Konflikts mit bisher rund 20'000 Opfern geöffnet geblieben, wie das UNHCR weiter schreibt. Trotz der Risiken biete die Schule Bildung, Verpflegung, Kleider und medizinische Pflege für die von Gewalt betroffenen Kinder.

"Die Bildung stellt eines der wichtigsten Instrumente dar, um den Flüchtlingskindern zu helfen, die Schrecken der Gewalt und der Vertreibung hinter sich zu lassen", wird UNHCR-Hochkommissar Filippo Grandi zitiert. Zudem halte sie die Kinder davon ab, von den bewaffneten Gruppen ausgenutzt zu werden.

Der Nansen-Flüchtlingspreis ist mit 100'000 Dollar dotiert. Er wird am 2. Oktober in Genf an Mustapha überreicht.

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SDA-ATS